Hessen führt Taser landesweit bei Polizei ein

 

 

Im Rahmen eines Trainingsszenarios feuert ein Beamter des Überfallkommandos einen Taser auf eine Zielperson ab. Foto: Boris Roessler/Archiv

Hessens Polizei wird landesweit mit Elektroschockern ausgerüstet. «Der Taser hat sich bewährt», sagte Innenminister Peter Beuth (CDU) der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden. «Er soll die Schusswaffen bei der Polizei nicht ersetzen, wird aber als taktisches Einsatzmittel eine sinnvolle Ergänzung der Ausrüstung unserer Schutzleute sein.» Die Waffe habe einen hohen präventiven Effekt und in der seit 2017 laufenden Testphase oftmals zur Deeskalation beigetragen. Zunächst sollen nun Einheiten wie Überfallkommandos und Einsatzkräfte von Innenstadtrevieren mit den Tasern geschult und ausgerüstet werden.

Am (heutigen) Mittwoch (11.00) informiert Beuth in Wiesbaden über technische Innovationen für die Polizei wie etwa den Taser oder einen neuen Messengerdienst. Hessen ist nach Berlin und Rheinland-Pfalz das dritte Bundesland, das auf Taser setzt.

Bei einem Taser-Einsatz schießt der Polizist aus einer Distanz von drei bis fünf Metern mit Draht verbundene Pfeile ab. Ein Leuchtpunkt auf dem Körper der Zielperson zeigt die Trefferstelle an. Der Pfeil dringt einen Zentimeter tief in die Haut ein. Über den Draht wird ein schwacher Stromimpuls von 1,3 bis 2,9 Milliampere mit der hohen Spannung von 50 000 Volt abgegeben. Der Strom wirkt sich unmittelbar auf Nerven und Muskeln aus, was für mehrere Sekunden eine völlige Handlungsunfähigkeit bewirkt.

 

 

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