Fall Susanna: Ali B. wegen neuer Vorwürfe vor Haftrichter

 

 

Ali B. wird von Beamten zu einem Polizeihubschrauber gebracht. Foto: Hasan Bratic/Archiv

Der mutmaßliche Mörder der 14-jährigen Susanna aus Mainz muss an diesem Donnerstag (5.7.) ein weiteres Mal vor dem Haftrichter erscheinen. Das sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Wiesbaden am Mittwoch. Die Ermittler haben einen zweiten Haftbefehl gegen den 21 Jahre alten Iraker beantragt, der seit fast vier Wochen wegen des gewaltsamen Todes von Susanna in Untersuchungshaft sitzt. Er soll zweimal ein elfjähriges Mädchen vergewaltigt haben.

Nach Informationen der Tageszeitung «Wiesbadener Kurier» hatte das Mädchen am Sonntag konkretere Angaben zu Ali B. und weiteren mutmaßlichen Vergewaltigungen gemacht. Dem Bericht zufolge stehen auch ein 13 Jahre alter Bruder von Ali B. und ein 14 Jahre alter Afghane unter Verdacht, die Elfjährige vergewaltigt zu haben. Die Staatsanwaltschaft machte auf Anfrage keine Angaben zu den Vorwürfen gegen den Bruder von Ali B. Kinder unter 14 Jahren gelten in Deutschland als strafunmündig. Die gesamte Familie war Anfang Juni in den Nordirak geflogen.

Der 14-Jährige, der wegen des Verdachts der Vergewaltigung in Untersuchungshaft sitzt, hatte sich Anfang Juni als Zeuge bei der Polizei gemeldet und entscheidende Hinweise auf Ali B. als Verdächtigen im Fall Susanna gegeben. Die kurdischen Sicherheitsbehörden nahmen Ali B. im Nordirak fest und übergaben ihn der Bundespolizei. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, Susanna vergewaltigt und getötet zu haben. Der 21-Jährige gestand, Susanna umgebracht zu haben, bestritt aber eine Vergewaltigung.

 

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