Deutschland im WM Fieber: Von Lärmschutz und übermäßigem Fußballdekor

 

 

Köln, Juni 2018. Pünktlich zum Beginn der Weltmeisterschaft 2018 beginnt auch das beliebte Public-Viewing und der Dekor in schwarz-rot-gold. Wie es sich mit der Nachtruhe während der WM verhält und was Mieter beim WM-Schmuck unbedingt beachten müssen, fasst Markus Mingers, Rechtsanwalt und Inhaber der Kanzlei Mingers & Kreuzer, zusammen.

Lockerung der Nachtruhe-Gesetze während der WM

Vier Jahre nach dem Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien geht es nun wieder los für die deutsche Nationalmannschaft. Auch wenn die WM in Russland stattfindet, feiern die meisten beim Public Viewing mit Nachbarn oder Freunden. Hierzu hat die Bundesregierung nun festgelegt, dass die Kommunen die Regelungen in Bezug auf Lärmschutz und Nacht-ruhe lockern dürfen. „Public Viewing-Veranstalter und Fußball-Begeisterte dürfen also auch nach 22 Uhr feiern und jubeln, ohne sich Gedanken machen zu müssen“, erklärt der Rechtsexperte Mingers die Sonderregelung. Das neue Regelwerk ist bis zum 31. Juli 2018 gültig.

Flagge zeigen: Wie viel Dekor ist im Mietshaus erlaubt?

Ob Lichterketten oder Flaggen – die Dekoration gehört zur Fußball-WM da-zu. Einiges gilt es dabei zu beachten: So gibt es für Lichterketten auf dem Balkon keine offiziellen Zeitangaben. Damit sich die Nachbarn von den blinkenden Lichtern nicht gestört fühlen, sollten diese gegen 22:00 Uhr abgestellt werden. Flaggen sind an den Außenwänden oder an Fenstern grundsätzlich erlaubt. „Die Befestigung von Deko-Material an der Hauswand sollten Mieter im Vorfeld unbedingt mit dem Vermieter absprechen, da sonst hohe Reparaturkosten bei Schäden anstehen“, rät Markus Mingers.

Bei Fahnen muss außerdem darauf geachtet werden, dass sie das Fenster oder den Balkon des Nachbarn nicht überdecken und die Sicht einschränken.

Das gilt auch für die Dekoration im Treppenhaus: Fluchtwege müssen immer ersichtlich und frei zugänglich bleiben.

Um Auseinandersetzungen mit den Nachbarn zu vermeiden, sollte WM-Dekoration mit allen Mietparteien abgesprochen werden.

Über Markus Mingers: Markus Mingers ist Rechtsanwalt und Inhaber der Kanzlei Mingers & Kreuzer in Köln.

Als Experte für Verbraucherfragen vertritt er zahlreiche Klienten auf unterschiedlichsten Rechtsgebieten, darunter Arbeitsrecht, Bank- und Kapitalmarkt-recht, Versicherungsrecht und Wirtschaftsrecht.

www.mingers-kreuzer.de

 

 

 

 

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