Neue Badesalz-CD: Burka am Stammtisch und Porno in Biblis

 

 

Gerd Knebel (l) und Henni Nachtsheim sitzen im Garten an einem Tisch. Foto: Andreas Arnold/Archiv

Nach 14 Jahren sind Henni Nachtsheim und Gerd Knebel wieder ins Studio zurückgekehrt und haben eine neue Badesalz-CD aufgenommen. Der rote Faden, der sich durch das Album «Mailbox Terror» zieht, sind nervende, mitunter unbeabsichtigte oder einfach nur aufdringliche Anrufe bei den beiden hessischen Comedians. So will Regisseur «Pozzi» Nachtsheim als Darsteller für den Pornostreifen «Der Sex-Reaktor des Dr. Plutonium» anheuern, der im abgeschalteten Akw Biblis spielen soll.

Hinter dem Konzept steckt viel selbst Erlebtes, wie Nachtsheim der Deutschen Presse-Agentur verriet: «Absurde Anfragen haben wir jede Menge erlebt.» Ein Klick auf die Mailbox oder einfach nur der Gang in die Kneipe um die Ecke: Stoff finden die zwei Comedy-Veteranen reichlich. Sie schauen den Leuten aufs Maul, spitzen zu und entlarven dabei auch geheime Sehnsüchte braver Bürger. Wie beim Sketch «Die Vorteile toleranten Denkens», der an einem Stammtisch spielt. Dabei entpuppt sich die Forderung der Stammtischbrüder nach mehr Toleranz gegenüber Muslimen als klammheimlicher Wunsch, die Rechte ihrer eigenen Ehefrauen oder Töchter einzuschränken. «So weit sind die gar nicht voneinander entfernt, würden das aber nie zugeben», sagte Knebel. «Und das Doppeldeutige ist, dass sie sich nach außen progressiv geben.»

Das neue Badesalz-Album «Mailbox Terror» erscheint am 15. Juni. Mit dem neuen Programm will das Duo im nächsten Jahr auf Tour gehen.

 

 

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