10. Fotobookfestival documentahalle Kassel – Mit allem Drum & Dran

 

 

Fotobücher soweit das Auge reicht und 53 Dummys aus 391 die es auf die Shortlist geschafft haben. „Migration As Avant Garde“ ging als Gewinner des Dummy Award hervor. Michael Danner kann sich glücklich schätzen. Aus Dummy wird Buch.  Das Buch greift gewissermaßen nur auf,  das Migration keine Erfindung der Jetzt Zeit ist, sondern immer da wo kein Auskommen Wege des wie auch immer „Rauskommens“ gesucht werden. Und das seit Menschengedenken.

Auf dem Hof des Dock 4 wurde dann die Nacht zum Tage gemacht und ausgelassen gefeiert, so das die Nachbarschaft dezibelgeschwängert in  den Schlaf gerockt wurde bis zur Morgendämmerung. Cafe Lehmitz einst legendär auf der Hamburger Reeperbahn und durch Anders Petersen’s gleichnamigen Bildband Relikt einer unwiederbringlichen Zeit samt ihrer Hauptdarsteller.

Fotovorträge u.a. von Dana Lixenberg, SusanMeiselas, Anders Petersen und John Gossage, denen leider Gottes das simultane der Sprache fehlte. 

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Wer mehr als einen Blick auf die Cover der ausliegenden Fotowerke werfen wollte, musste vor allem Zeit mitgebracht haben, bei den Unmengen an Fotobüchern, die der Fingerfertigkeit alles abverlangte. Fast zu viel des Guten die unterschiedlichen Blattformate mit ihren Mehrfaltigkeiten. Unzählige Verlage von überall her und wenn der Autor vor Ort, sogar mit Möglichkeit auf Autogramm.

Das wohl  kleinste(?) mir je untergekommene Fotobuch in Form einer Zigarettenschachtel, kam aus dem Reich der Mitte (sCHIen NAh)  und zeigte wie man dort Zigaretten zu rauchen pflegt. Außergewöhnlich! Ebenso die Plastiksichtgeräte, hinter dessen Linse aus zwei Bildern ein 3reidimensionales gezaubert wurde (alte Technik, lange bevor man glaubte 3D neu erfunden zu haben).

Bleibt zu hoffen, das nicht wieder 3 Jahre ins Land gehen, um auch das 11. Fotobuchfestival in der documentahalle begrüßen zu dürfen. Ob dann allerdings auch wieder der Außenbereich so gut aufgestellt ist, mit der noch bis zum 10. Juni verweilenden Ausstellung „Die Welt im Umbruch“ ? (Montagsstiftung sei gedankt!) Wünschenswert allemal. Wenn man sieht, wie oft am Tage die Displaygeneration das mobile Telefon mit Fotografier Möglichkeit zückt, versteh ich gar nicht, das so wenige Halt machen. Bei der 1A Lage, mit den  nicht gerade unauffälligen Containern samt ihres Innehaltens. Am Sonntag dem 10. Juni als kleiner Wink mit der Stakete sei darauf verwiesen, das die in den Workshops entstandenen Fotobücher im Rahmen des Abschlussfestes präsentiert werden. Come and stay.

 

 

 

 

 

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