Hessen erfolgreich im Bundeswettbewerb «Jugend forscht»

 

 

Protektoren aus Speisestärke, ein besonderer Lautsprecher und die Geschmackswahrnehmung von Bitterstoffen: Junge Tüftler aus Hessen haben beim Bundeswettbewerb «Jugend forscht» gut abgeschnitten. Drei erste Preise gingen am Sonntag an Jungforscher aus dem Land. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) sagte bei der Siegerehrung in Darmstadt: «Wir brauchen in Deutschland junge Menschen, die den Mut haben, Neues zu denken.»

Mit dem Preis der Bundeskanzlerin für die originellste Arbeit wurden Anna Fleck (16) und Adrian Fleck (19) aus Fulda ausgezeichnet. Die beiden entwickelten aus Speisestärke Protektoren etwa für den Motorradsport.

Jessica Grabowski (18), Annalena Bödiker und Felicia Walter (beide 19) vom Schülerforschungszentrum Nordhessen in Kassel wurden dafür geehrt, dass sie eine zuvor unbekannte genetische Geschmacksrezeptor-Variante entdeckten, die den Geschmack von Rosenkohl beeinflusst: Trägern dieser Variante erscheint Rosenkohl nur leicht bitter.

Im Fachgebiet Mathematik/Informatik setzte sich Robin Christ (17) vom Lessing-Gymnasium in Lampertheim durch. Er entwickelte einen Algorithmus zur Simulation von Schallwellen und konstruierte einen Lautsprecher mit warmem und raumfüllendem Klang.

Seit Donnerstag hatten sich 182 Nachwuchsforscher aus ganz Deutschland beim 53. Bundesfinale gemessen. Die Preise werden in mehreren Kategorien vergeben. Bei den Projekten lagen die Schwerpunkte in diesem Jahr auf Umweltthemen, Medizin und Medizintechnik. Insgesamt wurden im Rahmen des Bundeswettbewerbs 91 Auszeichnungen vergeben, darunter mehr als 40 Sonderehrungen.

 

 

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