KSV unterliegt Hannover 96 nur knapp mit 1:2

 

Am Mittwochabend empfing der KSV Hessen Kassel den Bundeligisten Hannover 96 im Auestadion zu einem Freundschaftsspiel. Dieses Spiel, vor 2500 Zuschauern, war der letzte Test vor dem großen Finale Im Hessenpokal am kommenden Montag. Der KSV unterlag nur knapp und konnte in der ersten Hälfte viele Akzente setzen

In den letzten Jahren waren die Saisonenden immer von großartigen Ereignissen geprägt und so konnte vor zwei Jahren der KSV den 1 FC. Köln mit 5:3 besiegen. Dieses Mal war Hannover 96 zu Gast im Auestadion. Im heutigen Spiel gab es allerdings keinen Sieg gegen den Bundesligisten, aber das 1:2 macht Mut in Hinblick auf das Pokalfinale

Für Hannover 96 geht es nun in die Sommerpause. Andre Breitenreiter kahm fast mit dem kompletten Personal. Man vermisste lediglich Salif Sané und Felix Klaus die den Verein verlassen werden. Auch Stürmer Jonathas war nicht mit im Aufgebot, saß aber auf der Tribüne.

Zu Beginn war es eine schleppende Partie. Die Mannschaft aus Hannover wirkte nach der langen Bundesligasaison etwas müde. Einige Spieler sollen erst einen Tag vor dem Spiel von der Saisonabschlussfahrt wiedergekommen sein. Der Bundesligist sollte aber früh geweckt werden, denn den ersten Schuss auf das 96-er Tor machte Arne Schütze aus 25 Metern. 96-Torwart Michael Esser konnte den Ball klären auf Kosten einer Ecke. Nur drei Minuten später tauchten die Löwen wieder gefährlich vor dem Tor der 96-er auf. Sascha Korb scheiterte nach einer genauen Flanke von Fredirc Brill am starken Torwart der Gäste. Den nächsten Angriff der Hausherren wurde von Schütze eingeleitet, der die Abwehrkette mit einem geschickten Pass in den Rückraum aushebelte. Der Rückpass wird im letzten Moment von den Gästen geklärt bevor Szimayer den Ball auf das Tor bringen konnte. Es deutete sich wieder eine Sensation im Auestadion an, denn die Löwen waren die Spielbestimmende Mannschaft.

Trotz des hohen Druck des KSV wollten die 96-er nicht richtig mitspielen. Über Einzelaktionen kahm Martin Harnik, nach einem großartigen Solo, in die Nähe des Strafraums, doch sein Querpass fand keinen Abnehmer. In der 33. Minute sollte es das erste Mal gefährlich werden für Niklas Neumann im Tor des KSV Hessen Kassel, als Harnik wieder vor dem Tor auftauchte. Er konnte die Situation ebenso sauber klären wie in der anschließenden Szene als er einen Schuss aus fünf Metern Entfernung souverän klären konnte. Das war aber schon alles was der Bundesligist zeigte.

Ein Generationenduell gab es in diesem Spiel auch. Der Co-Trainer von Andre Breitenreiter ist der Vater von Admir Saric, der diese Saison nur fünfmal zum Einsatz kam. Saric war auch für die Führung der Löwen verantwortlich. Nach einem Kopfball von Sergej Evljuskin konnte Torwart Esser den Ball nur prallen lassen. Saric war wie es sich gehört zur Stelle und schiebt den Ball ins Tor (28.).

Zu Beginn der zweiten Hälfte wurde dann kräftig durchgewechselt. Leider kommt irgendwann dann ein Moment wo die Kräfte eines Regionalligisten schwinden. So konnten sich die Löwen nur schwer dem immer größer werdenden Druck erwehren. Ihlas Bebou verpasste in der 60. Minute nur knapp den Anschlusstreffer doch nur wenige Minuten später war es dann geschehen, als Bebou den Ball am Kassler Schlussmann vorbei in Tor beförderte. Und so nahm das Spiel eine harte Wende. Von der Überlegenheit der ersten Hälfte war nun nichts mehr zu spüren. In der 74. Minute legte Hannover dann nach. Karaman köpfte den Ball nach einer großartigen Flanke von Sebastian Maier ins Tor.

Das weckte noch einmal den Kampfgeist der Löwen, die noch einmal alles probierten um den Ausgleich zu schaffen. Einen deutlichen Klassenunterschied, wie man vermuten mag, konnte man nicht erkennen. Dies mag mit an dem Bundesligisten gelegen haben, der sein Potenzial ausschöpfte aber es kann auch an dem couragierten Auftritt des KSV gelegen haben. Dieses Spiel, auch wenn es verloren ging, hat gezeigt wie stark die Löwen sind und dass sie voller Selbstvertrauen in das Finale im Hessenpokal, gegen Steinbach, gehen können.

Statistik

Kassel: Neumann – Leinhos, Mimbala, Evljuskin, Korb – Brill – Bravo Sanchez, Unzicker, Schütze, Saric – Szimayer (1. Halbzeit). Kliebe – Schmik, Rakk, Evljuskin, Voss – Baumgarten – Najjar, Schwechel, Lensch, Dawid – Schmeer (2. Halbzeit) 

Hannover: Esser – Sorg, Hübner, Felipe, Ostrzolek – Schmiedebach, Fossum – Maina, Maier – Dierßen, Harnik (1. Halbzeit). Tschauner – Korb, Hübers, Elez, Albornoz – Bakalorz, Fossum – Karaman, Maier, Maina – Bebou 

SR: Loschke (Ahnatal) – Z: 2500 

Tore: 1:0 Saric (28.), 1:1 Bebou (66.), 1:2 Karaman (74.)

 

 

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