Polizei: Keine Rechnung für Suche nach vermissten Mädchen

 

Die Polizei wird nach dem großen Sucheinsatz in Osthessen für drei vorübergehend vermisste Kindergarten-Kinder keine finanziellen Forderungen stellen. Die Beamten seien wegen einer Gefahrenlage tätig gewesen. Da die Kinder nicht mit Vorsatz gehandelt hätten, würden auch keine Gebühren für den Rettungseinsatz am Montag erhoben, erklärte Polizeisprecher Manfred Knoch am Mittwoch in Bad Hersfeld.

Die drei vierjährigen Mädchen waren am Montagmorgen in einem Wald nahe Niederaula verloren gegangen. Sie waren Teil einer 23-köpfigen Gruppe, die mit zwei Erzieherinnen bei einem Waldprojekttag unterwegs waren. Nach einer Befragung der Mädchen im Beisein der Eltern habe sich nun herausgestellt, dass sich die drei Mädchen von der Waldhütte etwas entfernt und sich dann verlaufen hätten, erklärte Knoch. Es gebe keinen Anfangsverdacht, dass sich die Erzieherinnen wegen des Verschwindens der Kinder strafbar gemacht hätten. Die Frage der Aufsichtspflicht sei zivilrechtlich und werde von der Polizei nicht bewertet, sagte Knoch.

Die Kinder waren nach einer stundenlangen Suche gefunden worden. Ein Hobby-Jäger und seine Frau entdeckten das Trio im Wald nahe dem Dorf Beiershausen – fünf Kimeter entfernt von der Kindergartengruppe. Zuvor hatten sich rund 200 Helfer an der Suche beteiligt; darunter Polizisten, die Freiwillige Feuerwehr, das Deutsche Rote Kreuz, Förster, Waldarbeiter und Freiwillige. Auch eine Hundestaffel und ein Polizei-Hubschrauber kamen zum Einsatz.

 

 

 

 

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