Schädlinge im Garten: Wühlmäuse

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Wie Sie Wühlmäuse bekämpfen und was Sie dabei beachten sollten, zeigen diese nützlichen Tipps, denn Wühlmäuse können im Garten großen Schaden an Gehölzen, Sträuchern, Gemüsekulturen und Blumen anrichten. 

Wühlmäuse vor der Bekämpfung aufspüren

Bevor Sie Wühlmäuse bekämpfen, sollten Sie sicherstellen, ob es sich in Ihrem Garten wirklich um Wühlmäuse und nicht etwa um Maulwürfe handelt. Ein Wühlmaushaufen ist etwas kleiner als ein Maulwurfshaufen und das Loch befindet sich hier nicht in der Mitte, sondern eher seitlich versetzt. Zudem sollten Sie überprüfen, ob die Schädlinge noch in dem zur Bekämpfung vorgesehenen Gang wohnen. Hierzu wenden Sie am besten die sogenannte Verwühlprobe an, bei welcher Sie den unterirdischen Gang an mehreren Stellen rund 30 Zentimeter lang freilegen. Wenn die Wühler noch da sein sollten, verschließen Sie den Gang innerhalb weniger Stunden.

Wühlmäuse bekämpfen: Mit Fallen systematisch vorgehen

Die effektivste Methode, um Wühlmäuse bekämpfen zu können, sind Wühlmausfallen. Gehen Sie systematisch vor und bestücken Sie von einer Gartenecke ausgehend jeden aktiven Gang mit einer oder mehrerer Fallen. Für rund 500 Quadratmeter Gartenfläche empfehlen sich rund 20 Fallen. Wichtig ist, dass Sie die Geräte mehrmals täglich überprüfen. Tipp: Als Köder eignen sich unter anderem geschälte Apfel-, Möhren- oder Selleriestücke.

Gift und Gas gegen die Schädlinge

Sie können Wühlmäuse auch mit chemischen Präparaten bekämpfen, was allerdings nur bedingt empfehlenswert ist. Giftköder etwa werden oftmals in Zeiten reichhaltigen Nahrungsangebotes nicht ausreichend gefressen. Auch gibt es spezielles Gas gegen Wühlmäuse. Dieses wird im Zusammenspiel mit feuchter Erde  aus Carbidbrocken freigesetzt und vertreibt Wühlmäuse im besten Fall. Zur Tötung ist Gas nicht geeignet. Tipp: Ist der Boden in Ihrem Garten sandig, ist die Wirkung äußerst begrenzt, da das Gas hier leicht durch die Bodenporen aus dem Gang entweicht.

Wühlmäuse sind geräuschempfindlich

Hin und wieder lassen sich Wühlmäuse auch mit Hausmitteln vertreiben, wobei die erhoffte Wirkung hier nicht immer eintritt. Einen gewissen Erfolg können Sie mithilfe eines mechanischen Weckers erreichen – legen Sie diesen in eine Blechdose und graben Sie das Ganze in den Boden ein. Die geräuschempfindlichen Schädlinge reagieren hin und wieder mit Flucht auf das metallische Klacken. Auch Ultraschall-Sonden zeigen hin und wieder Wirkung.

Die Redaktion vom Nordhessen Journal möchte sich klar von der Tötung von Lebewesen distanzieren. Wir weisen Sie lediglich auf mögliche Varianten der Bekämpfung hin. Sollten Sie Wühlmäuse bekämpfen wollen, legen wir Ihnen Methoden nahe, die lediglich der Entfernung der kleinen Tierchen dienen. Schließlich handelt es sich dabei auch um Lebewesen. Wenn Sie also Wühlmäuse im Garten haben und diese bekämpfen möchten, wenden Sie sich an uns um noch mehr Informationen darüber, wie Sie Wühlmäuse schonend bekämpfen können, zu erhalten.

 

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