Kritik an milliardenfachem Tod von Fischen durch Wasserkraft

 

 

Jungaale. Foto: Philipp Schulze/Archiv

Der Verband Hessischer Fischer kritisiert die aus seiner Sicht verheerenden Auswirkungen von Wasserkraftwerken für die Tierwelt in Flüssen. Trotz eigentlich strenger Tierschutzgesetze würden dort «Milliarden von Fischen umgebracht», sagte Verbandssprecher Winfried Klein auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Beispielsweise würden Fischaufstiege und -abstiege genehmigt, die nicht funktionierten. In den Wasserkraftwerken kämen veraltete, zu grobe Rechen zum Einsatz. Besonders gefährdet sind laut dem Verband Wanderfische wie Aaale, Lachse und Meerforellen.

In Hessen gibt es laut dem Energiewende-Bericht des Landes 496 Wasserkraftanlagen. Ihr Anteil an den erzeugten erneuerbaren Energien liegt aber nur bei 1,7 Prozent. Angesichts der großen Schäden in den Fischbeständen fordert der Fischerverband die Stilllegung aller Kleinwasserkraftwerke. Am 22. April trifft sich der Verband zur jährlichen Delegiertenversammlung im mittelhessischen Aßlar. Dabei wird auch Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) erwartet.

 

 

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