Achtung Pferdefreunde: Klinik für Pferde arbeitet mit Methoden aus Humanmedizin

 

 

Pferd liegt für Behandlung in Narkose. Foto: Frank Rumpenhorst

Vom liebgewonnenen Freizeitpferd, bis zum millionenschweren Rennpferd: Eine Strahlenklinik im hessischen Linsengericht behandelt an Krebs erkrankte Pferde mit Methoden aus der Humanmedizin. Im neuen Onkologischen Zentrum für Veterinärmedizin wird ein Linearbeschleuniger eingesetzt, um Tumore zu behandeln. Dieses Vorgehen sei in Deutschland einmalig, sagte Tim Kowalewski, Inhaber der Equinox Healthcare GmbH. Die Pferdeklinik der Universität Gießen bestätigte das Alleinstellungsmerkmal. Angesichts von 1,2 Millionen Pferden allein in Deutschland und einer «steigenden Krebsrate», werde eine Marktlücke mit dem Zentrum in Linsengericht geschlossen, sagte Kowalewski.

Behandelt werden in dem Onkologischen Zentrum aber nicht nur Pferde. Auch Hunde, Katzen und Kaninchen gehören zu den Patienten. Bei Kleintieren betragen die Kosten je nach Aufwand zwischen 600 und 2000 Euro; bei Pferden kostet das Komplettpaket mit Unterbringung zwischen 1500 und 4000 Euro. Behandelt werden in Linsengericht neben Freizeitpferden auch teure Sportpferde, aus den Bereichen Springen, Galopp, Dressur und Western. «Wir hatten auch schon eines der besten Rennpferde Frankreichs hier, das Millionen Euro für seine Besitzer verdient hat», sagt Tierärztin Janine Brunner. Zu Ergebnissen und Heilungschancen nach der Behandlung mit dem Linearbeschleuniger kann die Klinik noch keine Angaben machen – mangels aussagekräftigen Datenmaterials. Das Krebszentrum ist seit Oktober in Betrieb.

 

 

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