Frankfurter Flughafen wird bestreikt: Keine Bahnen in Kassel

 

 

Ein Warnstreik im Öffentlichen Dienstag könnte am Dienstag den Frankfurter Flughafen mit voller Wucht treffen. Auch Bahnen und Busse in Kassel bleiben im Depot. Arbeitsniederlegungen in anderen Regionen in Hessen werden in dieser Woche noch folgen.

Hessen steht an diesem Dienstag vor einer massiven Ausweitung der Warnstreiks im Öffentlichen Dienst. Vor allem am Frankfurter Flughafen wird es zu Hunderten von Ausfällen und langen Wartezeiten kommen. In Kassel werden die Kindertagesstätten und der öffentliche Nahverkehr bestreikt.

Die Gewerkschaft Verdi hat zu den Arbeitsniederlegungen am Frankfurter Flughafen von 05.00 Uhr morgens bis abends um 18 Uhr aufgerufen. Warnstreiks sind bei der Flugzeugabfertigung und der Flughafenfeuerwehr angekündigt. In Kassel werden Kindertagesstätten und ganztägig der öffentliche Nahverkehr bestreikt. Dort sind 150 000 Fahrgäste betroffen.

An Deutschlands größtem Airport in Frankfurt hat die Lufthansa bereits am Montag hunderte Flüge gestrichen. Neben Frankfurt sind auch die Flughäfen München, Köln und Bremen betroffen. Die Lufthansa hat an den betroffenen deutschen Flughäfen rund die Hälfte ihrer Flüge aus dem Plan genommen. Statt 1600 sollen nur etwa 800 Flüge an den vier Airports abgewickelt werden. Davon sind rund 90 000 Passagiere betroffen.

Mit den Warnstreiks wollen Verdi und der Deutsche Beamtenbund (dbb) vor der wahrscheinlich entscheidenden Tarifrunde für die Beschäftigten von Bund und Kommunen am 15. und 16. April in Potsdam ihren Druck erhöhen. Verdi fordert für die rund 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat.

Die Gewerkschaften wollen hessenweit ihre Aktionen in der gesamten Woche fortsetzen. Am Mittwoch folgt der öffentliche Nahverkehr in Wiesbaden sowie das öffentliche Gesundheitswesen in West- und Südhessen, am Donnerstag trifft es den Öffentlichen Dienst in Mittelhessen mit Kitas, Verwaltungen und kommunalen Krankenhäusern. Am Freitag ist dann der öffentliche Dienst in Frankfurt sowie mehreren Landkreisen dran.

 

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