Eisenbahngewerkschaft beendet Warnstreik bei Cantus

 

 

Der Warnstreik der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) beim Bahnunternehmen Cantus hatte am Dienstag offenbar keine große Auswirkung. Alle Züge seien gefahren, erklärte eine Sprecherin des Nordhessischen Verkehrsverbunds (NVV) in Kassel. Die EVG selbst räumte ein, dass «ein Großteil» der Züge trotz Arbeitsniederlegung gefahren sei. An den Standorten Kassel, Fulda, Göttingen und Bebra seien 25 Mitglieder der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft für dreieinhalb Stunden in den Warnstreik getreten.

Ursprünglich hatte die Gewerkschaft angekündigt, dass zwölf Verbindungen von der Aktion betroffen seien. Doch Cantus habe andere Fahrer, unter anderem Betriebsleiter, eingesetzt, um den Fahrbetrieb zu sichern, sagte der Gewerkschaftssprecher. Am Dienstag war der Warnstreik gegen 9 Uhr beendet. Es werde aber weitere Aktionen geben.

Mit den Warnstreiks will die Gewerkschaft in den laufenden Tarifverhandlungen den Druck auf den Arbeitgeber erhöhen. Die EVG fordert unter anderem, dass ihre Mitglieder wieder an jedem zweiten Wochenende frei haben können und dass sie selber entscheiden können, ob sie mehr Geld, mehr Urlaub oder eine Arbeitszeitverkürzung wollen.

Der Arbeitgeber, dem die Forderungen bereits in der Auftaktrunde vorgelegt worden seien, habe darauf noch nicht reagiert. Das sei «nicht akzeptabel», sagte EVG-Verhandlungsführer Sven Langensiepen.

 

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