Holstein Kiel verpasst gegen Darmstadt achten Heimsieg

 

«Das war ein richtiges Kampfspiel», sagte Kiels Mittelfeldspieler Tom Weilandt. «Wir wollten es eigentlich mehr spielerisch angehen. Die erste Halbzeit war sehr gut, da haben wir den Ball auch sehr gut laufengelassen und gut gepresst. Aber in der zweiten Halbzeit war es wieder nur Kampf. Das ist schade.»

Die stark ersatzgeschwächten Hausherren, bei denen neben dem gesperrten Linksverteidiger Johannes van den Bergh verletzungsbedingt kurzfristig auch noch Kapitän Rafael Czichos und Regisseur Dominick Drexler ausfielen, starteten stark. Torjäger Marvin Ducksch hatte schon in der zweiten Minute die Chance zur Führung, aber Darmstadts Keeper Daniel Heuer Fernandes parierte.

Die Nummer eins der «Lilien» stand auch vier Minute später goldrichtig, als Weilandt nach einem Eckstoß von Bergh-Vertreter Christopher Lenz aus Nahdistanz völlig frei zum Kopfball kam. Und schließlich hatte Heuer Fernandes auch noch Glück, als ein Ducksch-Lupfer nach einer Viertelstunde am linken Pfosten vorbei strich. Die beste Tat aber vollbrachte Darmstadts Keeper in der 31. Minute, als er einen Distanzschuss von Alexander Mühling aus dem rechten Torwinkel fischte.

Möglichkeiten ähnlichen Kalibers hatten die Gäste in der ersten Halbzeit nicht einmal im Ansatz zu verzeichnen. Genau genommen gar keine. Kiels Torhüter Kenneth Kronholm bekam in den ersten 45 Minuten keine Gelegenheit, sich auszuzeichnen.

Daran änderte sich auch nach dem Wiederanpfiff wenig. Darmstadt wurde zwar sichtlich stärker und erzwang mindestens Gleichwertigkeit. Die Abschlüsse aber waren zu unpräzise, um Kronholm zu Glanzparaden zu zwingen. Dessen Vorderleute waren indes offensiv schwach. So reichte es am Ende nicht, um Anschluss an den Tabellen-Zweiten 1. FC Nürnberg zu halten.

 

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