Trump verliert mit Syrien-Politik an Glaubwürdigkeit

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Teheran (dpa) – US-Präsident Donald Trump verliert nach Ansicht des iranischen Präsidenten Hassan Ruhani mit seiner Syrien-Politik international zunehmend an Glaubwürdigkeit. Erst wolle er Syrien verlassen, dann doch bleiben, aber nur wenn es Geld dafür gäbe. «Was soll man da noch glauben, auf was sich noch verlassen», fragte Ruhani am Mittwoch nach einer Syrien-Konferenz in Ankara. Trump zeige «jeden Tag ein neues Gesicht» und treffe dabei neue Entscheidungen. Vermutlich gehe es ihm weniger um Syrien, als vielmehr um Geld von den Arabern, so der iranische Präsident.

Trump hatte in der vergangenen Woche überraschend erklärt, dass das US-Militär Syrien bald verlassen werde. Am Dienstag sagte er zu dem Einsatz: «Manchmal ist es Zeit, nach Hause zu kommen.» Trump sagte weiter, es gebe Länder, die wollten, dass die USA in Syrien blieben. Ein Beispiel sei Saudi-Arabien. «Aber dann müssen sie dafür bezahlen», betonte er. Am Mittwoch hieß es dann aus dem Weißen Haus, die USA hielten vorerst an ihrem Militäreinsatz gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien fest.

 

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