Mutmaßlicher Entführer von Milliardärssohn bestreitet Tat

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Auch eine Woche nach seiner Festnahme bestreitet der mutmaßliche Kidnapper von Milliardärssohn Markus Würth, etwas mit der Entführung zu tun zu haben. Auch seine Ehefrau habe bei Vernehmungen keine Angaben zum Tatvorwurf gemacht, sagte der Gießener Staatsanwalt Thomas Hauburger am Mittwoch.

Der 48-jährige Serbe war am vergangenen Mittwoch in seiner Wohnung in einem Offenbacher Hochhaus von Spezialeinheiten der Polizei verhaftet worden. Er soll im Juni 2015 den behinderten Sohn des baden-württembergischen Milliardärs und Unternehmers Reinhold Würth in Schlitz (Vogelsbergkreis) entführt haben. Nach einer gescheiterten Lösegeldübergabe – drei Millionen Euro wurden gefordert – wurde das Opfer in einem Wald bei Würzburg freigelassen. Ob der mutmaßliche Täter Komplizen oder Mitwisser hatte, sei unklar, sagte Hauburger.

Die Ermittler seien nach der Wohnungsdurchsuchung nach wie vor mit der Auswertung beschäftigt: «Die bisherigen DNA-Untersuchungen haben keinen Spurentreffer ergeben.» Die Datenauswertung seines sichergestellten Handys und eines Laptops seien noch nicht abgeschlossen. Neue Erkenntnisse zum Tatablauf lägen noch nicht vor.

 

 

 

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