Carricatura – Ausstellungen im April und Mai 2018

 

 

24.2. bis 6.5.2018

Peter Thulke – Das Ende ist nah

Eröffnung: 23.2.2018, 19.30 Uhr

Öffnungszeiten: Di bis Sa 12 bis 19 Uhr, So, Feiertage 10 bis 19 Uhr

Im Frühjahr zeigt die Caricatura Galerie erstmals Cartoons von Peter Thulke in einer großen Einzelausstellung. Thulke versteht es wie kaum ein anderer, seine Cartoons für den Betrachter auf den ersten Blick als die seinigen erkennbar zu machen. Mit Tusche und Aquarell verarbeitet er Alltagsthemen auf vorzugsweise gelbem Zeichenkarton. Aus Faulheitsgründen, wie der Berliner sagt. Das farbige Papier erspare es ihm, sich um den Hintergrund kümmern zu müssen.

Die Szenen beschränken sich auf das Wesentliche. Hier und da findet sich ein Möbelstück, eine Lampe, eine Tür. Doch sieht sich der Betrachter vornehmlich einer auf das Figurenpersonal reduzierten Gesprächssituation gegenüber. Wie die von Thulke entworfenen Szenerien ist auch die Sprache pointendienlich verknappt. Dem Umgang seiner Protagonisten miteinander wohnt deshalb oft eine gewisse Schroffheit inne. Thulkes Humor ist nicht subtil, sondern präzise und geradeheraus.

Die Ausstellung zeigt eine Auswahl von Cartoons aus Thulkes gesamter Schaffenszeit sowie bisher unveröffentlichte Pastelle und Objekte.

Peter Thulke wurde 1951 in Wismar geboren. Nach dem Abitur war er als Maschinenbauer, Schlosser und Kraftfahrer tätig. 1980 zog er nach Berlin, wo er zunächst wieder als Kraftfahrer tätig war und nebenberuflich Cartoons an verschiedene Zeitungen und Zeitschriften verkaufte. Seit 2000 ist Thulke freischaffender Cartoonist und Illustrator. Seine Arbeiten werden vor allem in Medical Tribune sowie in den Satiremagazinen Eulenspiegel und Nebelspalter veröffentlicht.

Eintritt: 4 Euro / 3 Euro

Bildnachweis:

Cartoon: Thulke / Caricatura


Ausstellung 26.5. bis 12.8.2018

Die 68er in Cartoons

Eröffnung: 25.5.2018, 19.30 Uhr

 

Das Jahr 1968 stellt sicherlich den Höhepunkt der linksgerichteten Studenten- und Bürgerrechtsbewegungen der 1960er-Jahre dar. 36 Cartoonistinnen und Cartoonisten setzen sich mit den Ereignissen vor einem halben Jahrhundert und den Schlagworten der 68er-Bewegung auseinander. APO, Kommune 1, Sit-in, Flowerpower, BH-Verbrennung – diese Begriffe sind auch heute noch präsent im kulturellen Gedächtnis, ebenso die Protagonisten der Zeit, wie Rudi Dutschke und Rainer Langhans oder ihre Vorbilder, allen voran Che Guevara. Doch was wurde aus den sogenannten »Alt-68ern«? Wohin hat der Marsch durch die Institutionen sie geführt? Mischen sie noch immer das Establishment auf? Dichten sie Sponti-Sprüche um? Lassen sie sich von ihren Nachkommen aus dem »Kapital« vorlesen?

Die Ausstellung in der Caricatura Galerie wirft einen Blick zurück auf eine bewegte Zeit und stellt dabei zugleich aktuelle Bezüge her. Nicht selten bewegen sich die Cartoons im Spannungsfeld der Generationen. Über die Karikierung des Typus »Alt-68er« hinaus werden hier die gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahrzehnte sichtbar. Denn im 68er-Rückspiegel betrachtet stellt sich letztlich die Frage: Wo steht unsere Gesellschaft heute?

Eintritt: 4 Euro / 3 Euro

Bildnachweis:

Cartoon: Butschkow / Caricatura

 

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