Tränen, Schmerz und Kinderglück: Zwei Hebammen und ihr Geburtshaus…

 

 

…in Diez an der Lahn am 28.2.2018, 21 Uhr im SWR Fernsehen

Mainz (ots) – „Ich bin schwanger und nicht krank“ – so empfinden es viele Frauen, die sich fragen, wo sie ihr Kind zur Welt bringen wollen. Statt Klinik wählen sie lieber das Geburtshaus. Ein Ort fast wie zu Hause. Die Hebammen Nadine Ulbricht und Conny Klemm haben im rheinland-pfälzischen Diez ihr eigenes Geburtshaus gegründet, eines von nur etwa 100 in Deutschland. Welche Hindernisse, aber auch welche Glücksmomente ihre Tätigkeit bereithält, schildert die Reportage „Tränen, Schmerz und Kinderglück – 2 Hebammen und 100 Babys“ am Mittwoch, 28. Februar 2018, ab 21 Uhr im SWR Fernsehen.

Babys kommen gerne nachts. Das stellen die beiden Hebammen immer wieder fest. Es ist vier Uhr früh als der kleine Luca geboren wird. Acht Stunden lang hat Hebamme Conny die Geburt begleitet. Jetzt lässt sie die glücklichen Eltern die Nabelschnur durchtrennen. Seit 40 Jahren arbeitet Conny als Hebamme, Nadine seit zehn Jahren. Doch immer mehr Krankenhäuser schließen aus Kostengründen ihre Geburtsstationen. So auch das Diezer Krankenhaus, in dem sie tätig waren.

 

Ein mutiger Entschluss und Arbeiten gegen den Trend

Conny und Nadine fassen einen mutigen Entschluss: Sie wollen weiterhin Babys auf die Welt holen – auf die sanfte Art und ganz ohne Arzt. Sie gründen ihr eigenes Geburtshaus und stellen sich damit gegen den Trend: Für viele Hebammen, die außerklinische Geburtshilfe anbieten, ist die Haftpflichtversicherung unbezahlbar geworden. Und die Dauerbelastung zehrt an den Kräften. Conny und Nadine suchen verzweifelt nach einer Kollegin.

Conny und Nadine haben die wichtigste Hürde noch vor sich: Bevor ihr Geburtshaus zertifiziert werden kann, müssen sie eine Qualitätsprüfung bestehen. Werden die beiden Erfolg haben? Der Film von Daniela Hoyer und Judith Schneider schildert Licht- und Schattenseiten des Hebammen-Berufs.

SWR – Südwestrundfunk

 

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