Fasanenhof: Minusgrade können für Hilfsbedürftige lebensbedrohlich werden: Streife rettet 75-Jährige vorm Erfrieren

 

 

Kassel (ots) – Mit Minusgraden im zweistelligen Bereich sind die vergangenen und kommenden Nächte voraussichtlich die kältesten in diesem Winter. Für Menschen, die orientierungslos oder hilflos sind und sich länger im Freien aufhalten, können solche Temperaturen sehr schnell lebensbedrohlich werden. In der Nacht zum heutigen Dienstag wäre dies einer orientierungslosen 75-Jährigen aus dem Landkreis Göttingen beinahe zum Verhängnis geworden. Sie war bereits stark unterkühlt, als Beamte des Polizeireviers Nord bei der nächtlichen Streifenfahrt gegen 1 Uhr an der Haltestelle „Ihringshäuser Straße“ in Kassel auf die durchgefrorene Frau aufmerksam wurden und sie aus der Kälte retteten.

Nur noch 33 Grad Körpertemperatur

Die in einer Senioreneinrichtung in Hann. Münden wohnende 75-Jährige war am gestrigen Montag bei der Polizei als vermisst gemeldet und bereits nach ihr gesucht worden. Sie hatte sich eigenen Angaben zufolge schon seit mehreren Stunden im Freien aufgehalten und konnte sich offenbar nicht alleine orientieren. Wie der von den Beamten des Reviers Nord in der Nacht verständigte Rettungsdienst feststellte, hatte die Frau eine Körpertemperatur von nur noch 33 Grad. Ein noch längerer Aufenthalt in der strengen Kälte wäre für sie mit Sicherheit lebensbedrohlich geworden. Sie wurde anschließend wegen ihrer Unterkühlung und Dehydrierung mit dem Rettungswagen zur weiteren Versorgung in ein Kasseler Krankenhaus gebracht.

Bitte der Polizei: Im Zweifel Hilfe holen

Die Polizei bittet die Bevölkerung aufgrund der derzeit herrschenden kalten Temperaturen darum, bei hilfsbedürftigen Personen im Freien aufmerksam zu sein, nicht zu zögern und im Zweifel über die Notrufnummern 110 oder 112 Hilfe zu holen.

Polizeipräsidium Nordhessen

 

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