Das “Periptero Kineto”

 

 

                

Zwei Kunstaktionstage für das Projekt „mobiler Schüler_in Kiosk – Periptero Kineto“ in der Schule Hegelsberg – Nachhall eines documenta 14 Projekts.

 

Die Schule Hegelsberg war letztes Jahr Teilnehmerin des Kulturagentenprogramms der documenta 14. Im Rahmen dieses Projekts ist die Idee eines mobilen Schüler_innen Kiosk von Christiane Maraun-Dröge und Meike Wieringa entwickelt worden.

Ein arbeitsintensives Projekt, das erst dieses Jahr umgesetzt werden kann. Für die Realisierung des Peripteros, wurden vor den Weihnachtsferien zwei Kunstaktionstage initiiert, an denen eine Gruppe von 11-15 Schüler_innen teilnahm.

Betreut wird diese Phase von Meike Wieringa, Kunstreferendarin an der Schule Hegelsberg, und Marta Mykietyszyn, Studierende des Fachbereichs Architektur in Kassel.

Zuerst wurde die Aufgabe bearbeitet, Entwürfe, Modelle und Ansichten für den „Periptero Kineto“ anzufertigen. Marta Mykietyszyn hat dafür den Schüler_innen die Bedeutung von Ansichten und Schnitte erläutert und sie auf zeichnerische und konstruktive Basisfertigkeiten aufmerksam gemacht, die für den Bau des Peripteros als mobile Konstruktion notwendig sind.

Als Beispiel wurde u.a. der „Barcelona-Pavillon“ von Mies van der Rohe herangezogen.

Die Schüler_innen fertigen daraufhin in eigenständiger Arbeit Modelle, Entwürfe und Schnitte an, die später als Ausgangspunkte für die Realisierung des „Periptero Kineto“ herangezogen werden (s. Fotos).

 

Der Periptero Kineto nimmt Bezug auf das A-letheia-Projekt von Anton Kats (documenta 14 in Athen).

Bei dieser künstlerischen Installation mit performativem Charakter wurden verschiedene interaktive Veranstaltungen wie z.B. Konzerte und Lesungen in einem Kiosk (griech. Peripteró) in Athen organisiert.

Er sollte zu einer kommunikativen Plattform des Viertels Psyrri werden und zu mehr Austausch zwischen Nachbar_innen und lokalen Gruppen im Umfeld des Kiosks führen.

Auch der „Periptero Kineto“ ist nicht nur für Veranstaltungen auf dem Schulgelände gedacht, sondern soll auch zu interaktiven Performances z.B. auf Straßenfesten in der Nordstadt und im Zentrum zwischen Schüler_innen und Bewohner_innen führen.

Deshalb ist eine mobile Konstruktion des Kiosks erforderlich.

Die möglichen Inhalte des „Peripteros“ sind gemeinsam mit den Schülern und Schülerinnen entwickelt worden. Sie beziehen sich auf der einen Seite auf Produkte, die Im Rahmen von AGen in der Schule hergestellt wurden und andererseits auf allgemeine soziale, kulturelle und politische Themen, wie Kleidertauschaktionen, Spezialitäten aus diversen Kulturen, Lesenachmittage oder die Information über Kinderrechte.

 

Gastautor  M. Wieringa

 

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