Die 10 besten hessischen Physikschüler/innen in Kassel geehrt.

 

v.li. Dipl.-Ing. Klaus Lingelmann, Yoshi Eschen, Humboldt-Schule, Wiesbaden,
Sebastian Kollmeyer, Edith-Stein-Schule, Darmstadt,
Hans Olischläger, Karl-Rehbein-Schule, Hanau,
Maximilian Herzog, Karl-Rehbein-Schule, Hanau ,
Oliver Avril, Lessing-Gymnasium, Lampertheim,
Colin Barth, Kaiserin-Friedrich-Gymnasium, Bad Homburg,
Noah Köstner, Karl-Rehbein-Schule, Hanau
Anja Schöpe, Jörg Steiper

Kassel. Im Rahmen der 49. Internationalen PhysikOlympiade (IPhO) wurden am 26. Februar bei GE Grid in Kassel die zehn besten Physikolympioniken aus Hessen geehrt. Das ist die bisher höchste Teilnehmerzahl in Hessen. Sechs von Ihnen kommen in die dritte Runde des Wettbewerbs und mussten sich am 27. Januar mit den Siegern aus den anderen Bundesländern stellen. Schon jetzt gehören die sechs zu den 50 besten Physikschülern/innen bundesweit.

 

Anja Schöpe, Leiterin des Referats Qualitätsentwicklung, Förderung leistungsstarker Schülerinnen und Schüler im hessischen Kultusministerium, Dipl.-Ing. Klaus Lingelmann, Werkleiter der GE Grid GmbH in Kassel und Mitglied im Vorstand des Arbeitgeberverbands HESSENMETALL Nordhessen sowie OStR Jörg Steiper, IPhO Landesbeauftragter Hessen, haben die zehn erfolgreichsten, hessischen Teilnehmer der Internationalen PhysikOlympiade ausgezeichnet.

 

Diese acht Jungs und zwei Mädchen haben zwei Runden erfolgreich absolviert und sich als beste Hessen qualifiziert:

 

  • Oliver Avril, Lessing-Gymnasium, Lampertheim
  • Colin Barth, Kaiserin-Friedrich-Gymnasium, Bad Homburg
  • Yoshi Eschen, Humboldt-Schule, Wiesbaden
  • Maximilian Herzog, Karl-Rehbein-Schule, Hanau
  • Noah Köstner, Karl-Rehbein-Schule, Hanau
  • Sebastian Kollmeyer, Edith-Stein-Schule, Darmstadt
  • Hans Olischläger, Karl-Rehbein-Schule, Hanau
  • Onno Pfohl, Internatsschule Schloss Hansenberg, Geisenheim
  • Sarah Seibert, Ziehenschule, Frankfurt
  • Felix Vogel, Karl-Rehbein-Schule, Hanau

 

Gleich vier Schüler der „Top 10“ Hessens kommen aus der Karl-Rehbein-Schule in Hanau. Yoshi Eschen und fünf Schüler aus Hessen haben sich zudem für die Vorauswahl zur Bundesmannschaft qualifiziert, die seit Samstag, 27. Januar, in Göttingen stattfindet. Schließlich werden daraus die fünf Besten das deutsche Team bilden, das Ende Juli in Lissa­bon auf junge Physiktalente aus aller Welt trifft.

 

Die Leiterin des Referats für Qualitätsentwicklung und Förderung leistungsstarker Schülerinnen und Schüler im Hessischen Kultusministerium Anja Schöpe sagte anlässlich der bevorstehen­den Wett­bewerbe: „Mein Dank gilt allen erfolgreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Mit den sechs Schülerinnen und Schülern, die sich für den Bundesentscheid qualifizieren konnten, schicken wir darüber hinaus echte Physik-Asse in die nächste Runde. Ich bin mir sicher, dass sie Hessen auf Bundesebene – und vielleicht sogar im Sommer in Lissabon – würdig vertreten. In jedem Fall wünsche ich allen Nachwuchstalenten anregende Stunden im Kreise ihrer Mitstrei­terinnen und Mitstreiter und viel Erfolg für die anstehenden Wettkämpfe.“

 

Gastgeber Dipl.-Ing. Klaus Lingelmann, Werkleiter der GE Grid GmbH in Kassel und Vorstandsmitglied des Arbeitgeberverbands HESSENMETALL Nordhessen, lobte Leistungswillen und Mut der Jugend­lichen: „Es ist schon eine besondere Leistung, sich unter Zeitdruck kompliziertes Fachwissen selbst anzueignen und in einen sehr anspruchsvollen Wettbewerb zu treten. Dass Sie diese Strapazen auf sich genommen haben, zeigt mir, dass Sie Ihr Fach lieben. Und Ihr Erfolg in diesem Wettbewerb zeigt, dass Sie Ihr Fach auch sehr gut verstehen. Alles sehr gute Voraus­setzungen, um in Deutschlands größter Industrie beruflich erfolgreich zu sein. Die Metall- und Elektroindustrie sucht Talente wie Sie; sei es als Dual Studierende, als Ingenieure oder mit einem Doktortitel. Denn die Basis des Erfolgs unserer Industrie sind die MINT-Kompetenzen.“

 

Beim anschließenden Rundgang durch das Kasseler Werk der GE Grid GmbH zeigte Dipl.-Ing. Klaus Lingelmann, welche beruflichen Perspektiven sich Menschen mit ausgeprägten Kennt­nissen in Physik bieten. Von der Hochspannungstechnik über Netzwerkmanagement-Software bis zum technischen Service bietet das Unternehmen weltweit sichere und effiziente Stromver­sorgung in intelligenten Netzwerken. In mehr als 130 Jahren seit der Gründung hat das Werk sich immer neuen technischen Anforderungen und internationaler Konkurrenz gestellt. Lingelmann betonte: „Durch unseren sehr hohen Exportanteil stehen wir in einem scharfen, internationalen Wettbewerb. Deshalb brauchen wir sehr gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die neue oder bessere Produkte und Services entwickeln – und uns damit den Wettbewerbs­vorteil sichern.“

 

Hintergrund

Die Internationale PhysikOlympiade findet einmal jährlich statt, um besonders begabte Schülerinnen und Schüler im Fach Physik zu fördern. Mit theoretischen und experimentellen Aufgaben werden in den ersten vier Runden die maximal fünf besten Schüler/innen eines Landes ermittelt. In der fünften und letzten Runde treten diese Teams aus rund 80 Ländern gegeneinander an, um Medaillen zu erringen.

Die erste Aufgabenrunde auf Landesebene liegt auf anspruchsvollem Oberstufenniveau, die zweite Runde auf Universitätsniveau. Die dritte und vierte Runde finden über mehrere Tage auf Bundesebene statt und werden vom IPN an einer deutschen Großforschungsanlage organisiert. Die Schlussrunde findet jedes Jahr in einem anderen der teilnehmenden Länder statt; dieses Jahr in Lissabon (Portugal). Denn neben dem Wettkampf stehen das Erleben anderer Kulturen und der Austausch von Jugendlichen weltweit im Vordergrund. Neben der Ehre, sein Land im olympischen Austausch von Jugendlichen vertreten zu dürfen, gibt es für die Teilnehmenden des Auswahlverfahrens zahlreiche Preise wie Urkunden, Gutscheine, Geldpreise, und Forschungspraktika zu gewinnen. Die besten hessischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der zweiten Runde werden – seit dem Jahr 2001 – durch den Arbeitgeberverband HESSENMETALL geehrt.

 

 

Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler aus der Oberstufe einer allgemeinbildenden oder beruflichen Schule, die unter 20 Jahre alt (Stichtag 30.06.) und noch nicht an einer Universität eingeschrieben sind. Die 50. Internationale PhysikOlympiade startet im April 2018. 

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