Steaks aus dem Brutkasten: „planet e.“ im ZDF über Laborfleisch

 

Der Fleischkonsum steigt stetig an.
Quelle: „obs/ZDF/Michael Wiedemann“

Mainz (ots) – Kann Fleisch aus dem Brutkasten dazu beitragen, die industrielle Massentierhaltung mit all ihren negativen Folgen für den Planeten zu ersetzen? Forscher arbeiten an Lösungen, um dem weiter wachsenden Fleischkonsum der Menschen und den daraus resultierenden Folgen für die Umwelt etwas entgegenzusetzen. Am Sonntag, 21. Januar 2018, 16.30 Uhr, geht ZDF-Autor Michael Wiedemann für die „planet e“-Dokumentation „Steaks aus dem Brutkasten. Verändert Laborfleisch unseren Planeten?“ dieser Frage nach.

Fleisch, das nicht von Tieren stammt, die dafür sterben müssen – das ist die Vision der Wissenschaftler, die sich mit „cultured meat“ beschäftigen. Fleisch entsteht im Labor aus Muskel- und Fettzellen. Der Niederländer Mark Post will mit Laborfleisch die Welternährung revolutionieren. Der Pharmakologe, Spezialist für Blutgefäße und die Herstellung von biologischem Gewebe, hat als erster genau mit dieser Technik ein Konzept entwickelt, wie Fleisch für die menschliche Nahrung „gezüchtet“ werden kann. 2013 präsentierte er den ersten In-vitro-Fleisch-Burger der Welt, sozusagen aus dem Reagenzglas. Mark Post versucht nun, mit seinem Forscherteam an der Universität Maastricht im Detail Probleme der Herstellung von „Laborfleisch“ zu lösen.

In Israel arbeiten mittlerweile sogar schon drei Start-up-Unternehmen an der Idee, aus Zellen Fleisch quasi nachzubauen. Unterstützt und gefördert durch den Staat und einem Lebensmittelkonzern, hoffen die Wissenschaftler, sehr bald Fleisch aus dem Brutkasten sogar im Supermarkt anbieten zu können.

„planet e.“ zeigt, wie weit die Wissenschaft die Vision von tierleidfreiem Fleisch tatsächlich umgesetzt hat, und welche Probleme noch gelöst werden müssen.

ZDF

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