Immer mehr Einreisen mit Blue Card

 

 

Das gerade ein hochindustrialisiertes Land wie Deutschland einen Fachkräftemangel vorweist, ist sicherlich kein Geheimnis mehr.
Nahezu jede Firma, ob groß oder klein sucht händeringend nach geeigneten Bewerbern.

Gerade im Handwerksbereich zeigt dieser Missstand massive Auswirkungen – haben sie mal versucht auf normalem Weg einen Handwerker zu bekommen?

Nun hat sich gezeigt, dass die im Rahmen des Asylverfahrens eingewanderten Personen, entgegen der Regierungsprognosen, selten in die Zielgruppe der Fachkräfte einzuordnen sind.

Neben diesen Zuwanderern verzeichnet aber gerade Deutschland eine weiter ansteigende Gruppe von Zuwanderern, nämlich diejenigen die mit einer Blue Card einreisen.

Die Blaue Karte EU (engl. EU Blue Card) ist der von einem Mitgliedstaat der Europäischen Union erteilte Nachweis bzw. ein Nachweisdokument für den legalen Aufenthalt (Aufenthaltstitel) von Angehörigen von Drittstaaten zum Zwecke der Erwerbstätigkeit.
Sie dient als Pendent zur Green Card der USA und wird als Blue bezeichnet in Anlehnung der Europäischen Flagge.

Voraussetzungen für den Erhalt sind:

  • Ausstellung in einem Mangelberuf
  • Anerkannter Hochschulabschluss
  • Vorweisen eines Arbeitsvertrages mit mind. 50.800 Euro Bruttojahresgehalt. (Ausnahme in Mangelberufen: 39.624 Euro)

Als Mangelberufe werden vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge die Bereiche:

  • Ingenieurwesen
  • Naturwissenschaft
  • Informatik und
  • Humanmedizin
    ausgewiesen.

 

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Das Bundesamt weist hierzu aus, dass seit August 2012 bis einschließlich August 2016 in Deutschland insgesamt mehr als 49.000 Blaue Karten EU erteilt wurden.

In 2013 waren es zunächst 11.290 Empfänger solcher Karten, in 2016 schon 17.362, und allein im ersten Halbjahr 2017 kamen 11.023 Arbeitnehmer.

Beinahe jeder vierte der Menschen mit einer Spezialausbildung stammt aus Indien, nämlich 22,8 Prozent. Dies ist hinsichtlich des enormen Bevölkerungswachstums in Indien auch nicht verwunderlich.

Als weitere große „Entsenderstaaten“ seien China, Russland, Ukraine und auch erstaunlicherweise auch Syrien genannt.

Mangelnde Deutschkenntnisse wurden vergleichsweise selten als Hindernis genannt.

Die Blaue Karte wird im Übrigen nur als befristeter Aufenthaltstitel ausgestellt. Dies sehen viele mögliche Fachkräfte als Problem an.

  • Befragungen haben ergeben, dass knapp ein Drittel der Befragten plant, für immer in Deutschland zu bleiben.
  • Weitere 39 Prozent streben einen Aufenthalt von mindestens zehn Jahren und
  • 22 Prozent zwischen fünf und zehn Jahren an.
  • Nur acht Prozent wollen nur einen kurzfristigen Aufenthalt hier.

Staatsangehörige aus Syrien und anderen Ländern des Nahen Ostens haben dabei häufiger langfristige Bleibeabsichten, ebenso wie Personen aus Osteuropa und Zentralasien.

Lediglich Personen aus den nordamerikanischen und pazifischen Ländern haben häufiger kurzfristige Bleibeabsichten angegeben.

 

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