Kassenwart von Sportverein durchschaut betrügerische Email von falschem 1. Vorsitzenden: Polizei warnt vor „CEO-Fraud“

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Kassel (ots) – Einen Betrugsversuch der sogenannten „CEO-Fraud“ Masche durchschaute am Montag der Kassenwart eines Reinhardshagener Sportvereins. Er hatte ein Email erhalten, die angeblich vom 1. Vorsitzenden des Vereins stammen sollte und in der dieser vermeintlich eine Überweisung vom Vereinskonto über mehrere Tausend Euro in Auftrag gab. Da es sich bei dem Empfängerkonto um eine ausländische Bankverbindung handelte, wurde der Kassenwart misstrauisch und handelte genau richtig: Er fragte bei seinem Vorsitzenden nach. Schnell stellte sich dadurch heraus, dass die besagte Email nicht von diesem stammte und es sich um einen Betrugsversuch handelte. Er erstatte daraufhin Anzeige bei der Polizei in Hofgeismar. Die weiteren Ermittlungen haben nun die Beamten des für Internetkriminalität zuständigen Zentralkommissariats 50 des Polizeipräsidiums Nordhessen übernommen.

Die Ermittler warnen in diesem Zusammenhang vor der Betrugsmasche des sogenannten „CEO-Fraud“, von der überwiegend Firmen, aber auch Vereine oder Organisationen betroffen sein können. Die Täter gehen dabei sehr raffiniert vor: Über öffentlich zugängliche Quellen, wie das Internet, das Handelsregister oder soziale Netzwerke, sammeln sie jegliche Information über die anzugreifende Institution. Die Kontaktaufnahme erfolgt dann in der Regel per Email oder Telefon, wobei Email-Adressen verfälscht und Telefonnummern verschleiert werden. Die Täter geben sich als leitende Angestellte, Geschäftsführer oder Vorsitzende aus und fordern den Mitarbeiter auf, zum Teil mit dem Hinweis auf absolute Verschwiegenheit, eine größere Summe auf ein ausländisches Bankkonto zu überweisen.

 

Die Polizei gibt folgende Tipps zum Schutz vor dem „CEO-Fraud“: CEOFraud

– Achten Sie darauf, welche Informationen Sie über Ihr Unternehmen / Verein veröffentlichen.

– Informieren Sie Ihre Mitarbeiter / Vereinsmitglieder über die Betrugsmasche „CEO-Fraud“.

– Führen Sie klare Abwesenheitsregelungen und interne Kontrollmechanismen ein.

 

Beispielsweise sollte bei ungewöhnlichen Überweisungsaufträgen vor einer Transaktion:

  •   Geprüft werden, ob die Schreibweise der Absenderadresse der Email korrekt ist.
  •   Wichtig! Geprüft werden, ob die Zahlungsaufforderung auch tatsächlich vom genannten Auftraggeber stammt, z.B. per Rückruf.
  • Den Chef / Auftraggeber nicht über einen Klick auf den Antwortbutton der Email kontaktieren. Diese Antwort kommt im Betrugsfall wieder beim Täter an.
  • Die Geschäftsleitung bzw. der Vorgesetzte informiert werden.
  • Bei Auffälligkeiten oder Fragen wenden Sie sich an unter Tel. 0561 – 9100 an das Polizeipräsidium Nordhessen oder Ihre örtliche Polizeidienststelle.

Polizeipräsidium Nordhessen

 

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