Öffentliche Bildungsausgaben stiegen 2016 auf 128 Milliarden Euro

 

 

 

WIESBADEN – Im Jahr 2016 haben Bund, Länder und Gemeinden 128,4 Milliarden Euro für Bildung ausgegeben, das sind 4,4 Milliarden Euro beziehungsweise 3,5 % mehr als im Vorjahr. Zu diesem Ergebnis kommt das Statistische Bundesamt (Destatis) im Bildungsfinanzbericht 2017 auf Basis von vorläufigen Daten für die öffentlichen Haushalte. Der am 14. Dezember 2017 veröffentlichte Bericht wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sowie der Kultusministerkonferenz erstellt. 

Circa die Hälfte (49,9 %) der öffentlichen Bildungsausgaben im Jahr 2016 wurde für Schulen aufgewendet. Weitere 23,2 % entfielen auf Hochschulen, 19,2 % auf Kindertageseinrichtungen sowie 7,7 % auf die Förderung von Bildungsteilnehmerinnen und Bildungsteilnehmern, das Sonstige Bildungswesen (zum Beispiel Volkshochschulen) sowie die Jugendarbeit. 

Im Jahr 2016 stellten der Bund 9,8 Milliarden Euro, die Länder 90,6 Milliarden Euro und die Gemeinden 28,0 Milliarden Euro für Bildung bereit. Die durchschnittlichen öffentlichen Bildungsausgaben pro Kopf lagen im Jahr 2016 bei 1 600 Euro. Je Einwohnerin und Einwohner unter 30 Jahren betrugen sie 5 300 Euro. 

Neben den öffentlichen Bildungsausgaben (Kapitel 3 und 4) enthält der Bildungsfinanzbericht für die Jahre 2014 und 2015 auch die Bildungsausgaben in Abgrenzung des Bildungsbudgets (Kapitel 2) sowie für das Jahr 2014 in internationaler Abgrenzung (Kapitel 5).

Der Bildungsfinanzbericht 2017 mit Informationen zu den öffentlichen und privaten Bildungsausgaben sowie umfangreichen Tabellen steht unter Publikationen zum Download bereit.
Neben der kostenfreien Online-Version kann der Bericht in gedruckter Form über den Bereich „Publikationen“ oder den Buchhandel (ISBN 978-3-8246-1066-2; 11,80 Euro) bezogen werden.

DESTATIS | Statistisches Bundesamt

 

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