Herzlichen Glückwunsch lieber Herkules

 

 

Neues Buch zum 300. Geburtstag

Wer seinen 300. Geburtstag feiert, dem sollte ein Buch gewidmet werden. Ein solcher Jubilar ist Herkules, der am 30. November 2017 seit 300 Jahren vom Karlsberg auf Kassel blickt — und umgekehrt.

Dem monumentalen Denkmal, seit 2013 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes Bergpark Wilhelmshöhe, ist nun ein Buch gewidmet, dass der langjährige Vorsitzende des Museumsvereins Kassel, Dr. Joachim Schröder, herausgegeben hat.

 

Der Herkules ist mit der Stadt und der Region Kassel fest verwoben, genauso wie unsere Sparkasse.

Sein 300. Geburtstag ist ein Anlass und geradezu eine Selbstverständlichkeit für uns, das Wahrzeichen unserer Stadt zu würdigen“, sagt Ingo Buchholz, Vorstandsvorsitzender der Kasseler Sparkasse bei der Buchvorstellung. ,,Daraus ist in unserer Reihe ‘Die Region trifft sich — die Region erinnert sich‘ wieder ein bemerkenswerter Band entstanden.”

,,Herkules war der Lieblingsheld der Antike, und er ist der Lieblingsheld der Kassler Bürgerinnen und Bürger.“

Dieses Geburtstagsgeschenk für den Helden ist etwas Besonderes, da es nicht nur eine Erinnerungsgeschichte erzählt, sondern auch die Herkules-Hommage-Zeichnungen Von Künstlern wie Peter Gaymann, Ali Schindehiitte, Hans Traxler oder Otto Waalkes zeigt“, erklärt Renate Matthei, Geschäftsführerin des Euregioverlages.

 

Das sehr umfangreich bebilderte Buch ist thematisch vielfältig:

Jens Flemming beschreibt die, unendliche Geschichte’ der Sanierungen des Herkules-Monuments, Siegfried Hoß und Andreas Skorka stellen den Herkules als Landmarke und Aussichtspunkt vor, Christian Presche zeigt auf, welche Auswirkungen der Herkules mit der langen Achse der Wilhelmshöher Allee auf die Stadtplanung bis hin zur Architektur einiger prominenter Gebäude in Kassel gehabt hat.

Bei Visionen von Landschaftsplanern der 1920er- bis 1940er Jahre zur Neujustierung des Herkules in Stadt und Landschaft spielte dies keine Rolle, wie Folckert Lüken-Isberner  aufzeigt.

Anhand einschlägiger Enzyklopädien dokumentiert Sabine Naumer, dass Mitte des 19. Jahrhunderts das Ensemble in Wilhelmshöhe in einer englischen Enzyklopädie als ,,the German Versailles“ bezeichnet wird.

Herkules-Reiseberichte des 18. und 19. Jahrhunderts thematisiert Helmut Bernert.

Hans D. Baumann stellt die Frage:

,,Von Herkules besiegt: Wer liegt im Riesenkopfbecken?“, und Gerd Fenner berichtet über die Rettung des Herkules durch das kurhessische Parlament im 19. Jahrhundert. Dass der Herkules in Kassel fast 200 Jahre lang der ,,große Christoph“ genannt wurde, untersucht der Herausgeber Joachim Schröder.

 Mit der Bezeichnung bahnte sich der Übergang vom fürstlichen Symbol zum bürgerlichen Wahrzeichen an.

Dass der Geburtstag des Herkules nicht nur in diesem Jahr gefeiert wird, sondern auch über die Jahrhunderte mit anderen Festen und Jubiläen, ist ein weiteres Thema des Herausgebers. In dem Zusammenhang geht Siegfried Hoß der Frage nach, welche Vorgeschichte die Lichtinszenierungen des Kasseler Herkules haben.

Der im Juni dieses Jahres verstorbene Dirk Schwarze berichtet über die große Spendenaktion für die Restaurierung des Herkules aus dem Jahr 2004. Er stellt sie in den Zusammenhang des damaligen Aufbruchs Kassels für die Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas und das neue Selbstbewusstsein, das sich damit entwickelte. In mehreren kleineren Beiträgen werden auch kuriose Geschichten rund um den Kasseler Herkules aufgespießt, so bspw. die Vereinnahmung des Helden im Kasseler Zissel oder die Frage, ob eine Seilbahn zum Herkules gebaut werden solle.

Schließlich werden verschiedene künstlerische Spiegelungen des Herkules aufgegriffen.

Rüdiger Splitter sucht nach Spuren des Herkules Farnese in den Sammlungen der Museumslandschaft Hessen Kassel. Martina Sitt fragt, wie sich Künstler der Kasseler Akademie zwischen 1777 und 1830 in Landschaftsszenen vom Herkules-Ensemble haben inspirieren lassen. Hier werden Zum Teil bisher unveröffentlichte Werke publiziert.

Einen ähnlichen Ansatz verfolgt Hartmut Kimpel. Er stellt in seinem Beitrag neun Werke von documenta-Künstlerinnen und -Künstlern vor, die auf den Herkules Bezug nahmen, darunter Arnold Bodes ldee, das Oktogon des Herkules zu ,,bespielen“ — was letztlich nie realisiert wurde.

Herkules bot sich als vielfältige Projektionsfläche an: Hardy Fischer zeigt auf, wie der Herkules als Marke für Werbezwecke diente. Karl-Heinz Nickel und Joachim Schröder betrachten, wie unterschiedlich der Kasseler Herkules in der regionalen Literatur interpretiert wird, und Hartmut Müller wirft einen Blick auf die Rolle des Herkules in der Kasseler Mundartliteratur. Wolfram Boder zeigt die wenigen Beispiele, in denen der Kasseler Herkules in der Musik eine Rolle spielte. lm Anhang stellen Astrid Schlegel und Sabine Naumer Daten und Fakten sowie weiterffihrende Literatur zum Kasseler Herkules zusammen.

S. Kemna

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