ZDF-„37°“-Doku von Manfred Karremann über Tiertransporte

 

 

Wie seit Jahrzehnten, werden auch 2017 noch immer verletzte Rinder mit einem Kran aus dem Schiffsbauch gezogen und an einem Vorderbein aufgehängt auf Lastwagen verladen. Das Bein bricht unter dem hohen Gewicht. Obwohl der Europäische Gerichtshof entschieden hat, dass für Tiere aus der EU der Tierschutz bis zum Zielort sichergestellt sein muss, sind solche Quälereien nach wie vor Alltag. Offenbar kontrolliert niemand mehr den Tierschutz außerhalb der EU-Grenze.
© ZDF und Manfred Karremann

Mainz (ots) – Das braun-weiße Rind im Lastwagen atmet schwer. Es liegt am Boden. Seine Leidensgenossen treten es unwillkürlich. Nach gut 20 Minuten ist das Tier tot. Eine Szene, die Manfred Karremann Ende August 2017 an der EU-Außengrenze zur Türkei gedreht hat. In seiner neuen „37°“-Dokumentation „Geheimsache Tiertransporte – Wenn Gesetze nicht schützen“, die am Dienstag, 21. November 2017, 22.15 Uhr, im ZDF gesendet wird, widmet er sich wieder dem Leid von Tieren auf Transporten.

Seit 1991 hat der „37°“-Autor oft im ZDF über das Schicksal der Tiere auf Langstreckentransporten berichtet. Die EU hat mehrfach mit verbesserten Vorschriften zum Tierschutz auf die Sendungen reagiert. Doch diese Vorschriften bieten zu wenig Schutz, wie Manfred Karremann bei den Dreharbeiten zu seinem neuen Film immer wieder feststellte.

In einer mehrmonatigen investigativen Recherche, die ihn von deutschen Bauernhöfen über Bulgarien und die Türkei bis in den Libanon geführt hat, geht er der Frage nach, ob die Bilder vom Tierleid Ausnahmen sind. Der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass das Wohl der Tiere bis zum letzten Zielort sichergestellt sein muss. Doch niemand kontrolliert die Transporte, wenn sie einmal die EU verlassen haben. „37°“ zeigt die erschreckende Realität.

https://zdf.de/dokumentation/37-grad

 

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