ADAC warnt: Gefährlicher Blindflug im Nebel

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Tagfahrlicht nicht ausreichend

Archivbild

Schlechte Sichtverhältnisse, nicht angepasste Geschwindigkeit und zu geringer Abstand zum Vordermann sind die Hauptgründe für schwere Unfälle im Nebel. Die meisten Nebelunfälle wurden in den letzten Jahren jeweils in den Monaten Oktober bis Dezember gezählt.

Der ADAC gibt Tipps wie Autofahrer entspannt und sicher in den Herbst- und Wintermonaten durch den Straßenverkehr kommen:

Jeder Autofahrer sollte sich auch tagsüber auf plötzliche Sichtbehinderungen einstellen und stets bremsbereit sein. Mit ausreichend Abstand zum Vorausfahrenden (Faustregel: Mindestabstand in Metern ist gleich Geschwindigkeit in km/h) verschafft man sich genügend Reaktions- und Bremsweg.

Wer im Nebel unterwegs ist, ermüdet möglicherweise schneller, auch können die Augen durch das Starren in die weiße Wand zu brennen beginnen. Hier sollte sofort die Fahrt unterbrochen werden. Eine Pause kann auch gut genutzt werden, um Scheinwerfer und Leuchten auf Schmutz und Feuchtigkeit zu überprüfen.

Vor dem Beschlagen der Frontscheibe schützt das Innengebläse, die Scheibenwischer verhindern, dass sich die Feuchtigkeit auf der Scheibe absetzt. 

Wichtig für Autofahrer mit „Auto-Licht“-Funktion: „Das Abblendlicht sollte sicherheitshalber manuell eingeschaltet werden, da die ‚Auto-Licht‘-Funktion nur auf Helligkeitsunterschiede reagiert“, so Cornelius Blanke, Pressesprecher des ADAC Hessen-Thüringen. „Nebel, Rauch oder starker Regen treten häufig bei gleichzeitiger relativer Helligkeit auf und werden deshalb von den automatischen Sensoren nicht erkannt.“

Bei eingeschränkter Sicht sollten Autofahrer manuell zum Lichtschalter greifen und bei einer Sichtweite unter 50 Metern die Nebelschlussleuchte zuschalten. Dann gilt: Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit liegt bei 50 Stundenkilometern. Sobald sich die Sichtverhältnisse wieder bessern, muss die Nebelschlussleuchte wieder ausgeschaltet werden, um den Nachfolgeverkehr nicht zu blenden.

ADAC

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