Einführung „Muslimische Feiertage“

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Was spricht dafür?

Was spricht dagegen?

 

Seit einiger Zeit wabert der Vorschlag des bisherigen Bundesinnenministers durch das Land, ob wir nicht einen muslimischen Feiertag einführen sollten.

Der Vorschlag sprach im Übrigen keinesfalls davon, diesen im ganzen Land flächendeckend einzuführen, sondern lediglich in Teilen des Landes mit hohem muslimischen Anteilen.

 

So oder so, es wäre ein starkes Zeichen für eine Gesellschaft, die sich in ihren Grundfesten unterscheiden mag, aber einander mit mehr Offenheit und Respekt begegnen will.

 

Es wäre ein Zeichen für mehr Toleranz und gegen die Spaltung.

 

Viele Leser werden jetzt nicken und dabei an Rechte denken.

Die meine ich aber ausdrücklich nicht allein.

Gemeint sind von mir auch die fundamentalistischen Muslime, deren  Anliegen die Spaltung ist.  

Eben jene, die das friedliche Miteinander nicht aushalten können oder wollen.

Jene die besonders gerne in Staaten bomben, deren nicht strikt muslimische Gesellschaft miteinander verschwimmt.

 

Verschenkte Gelegenheit

 

Solche Feiertage nicht einzuführen, bedeutet eindeutig eine verschenkte Gelegenheit.

Eine verschenkte Gelegenheit auch für die Menschen die es betrifft.

Eine verschenkte Gelegenheit sich mit den Nachbarn die hier leben auseinander zu setzen.

Warum nicht mal am muslimischen Fastenbrechen teilnehmen?

Warum nicht mit jüdischen Nachbarn zusammen den Schabbat  oder zusammen am baldigen Chanukka zu lachen und zu feiern?

 

Brechen wir uns einen Zacken aus unserer heiligen Krone?

Was bedeutet uns unsere Kirche überhaupt noch?

Warum beharren wir auf Feiertagen deren kirchliche Bedeutung wir im Grunde genommen gar nicht mehr richtig wissen.

Warum sind wir so darauf besessen anderen das nicht zu geben. Menschen die seit 30 oder viel mehr Jahren hier leben?

 

Geben oder Nehmen

Vielleicht wird das Problem deutlicher, wenn man verspricht keinem was zu nehmen – jawohl- niemand muss auf was verzichten.

 

Keinem wird ein Feiertag gestrichen werden, natürlich werden Generationen von jungen Menschen weiter schimpfen dürfen über die sogenannten stillen Feiertage an denen sie nicht in der Disko nicht tanzen dürfen, obwohl sie das ganze vergangene Jahr nicht getanzt haben.

 

Es verhält sich im Grunde genommen gleich wie die Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe in diesem Jahr.

Der Abgeordnete der SPD Thomas Oppermann sagte dazu einen viel beachteten Satz:

“ Es wird vielen etwas gegeben, aber keinem etwas genommen.“

 

Denken sie mal drüber nach.

 

 

[yop_poll id=“2″]Bringen sie doch mal einen süssen Kuchen rüber zu ihren muslimischen Nachbarn  in der Zeit vom 15.-17.Juni 

oder noch dieses Jahr vom 13.-20.12. zu ihren jüdischen Nachbarn.

 

Dieses Leuchten in den Augen und diese Herzlichkeit werden sie lange Zeit nicht mehr vergessen.

 

 

Chr.P.Bueltemann

 

DOWNLOAD interkultureller Kalender 2018 mit vielen Feiertagen

 

 

 

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