Fünf Landkreise arbeiten am Ausbau der Elektromobilität in Nordhessen

 

 

Ausbau der Elektromobilität in Nordhessen  

 

Die Landkreise Hersfeld-Rotenburg, Kassel, Werra-Meißner, Schwalm-Eder und Waldeck-Frankenberg wollen die E-Mobilität in Nordhessen vorantreiben: Dr. Jürgen Römer, Tanja Müller, Friedrich Schäfer, Uwe Schmidt, Dr. Brigitte Buhse, Jürgen Schäfer,
Lisa Küpper, Dr. Rainer Wallmann und Marcel Mötzing (v.l.n.r.). (Foto: Landkreis WaldeckFrankenberg)

Strom für die Fortbewegung nutzen und die Umwelt schonen:

Die fünf nordhessischen Landkreise

  • Hersfeld-Rotenburg,
  • Kassel,
  • Werra-Meißner,
  • Schwalm-Eder und
  • Waldeck-Frankenberg

 

wollen gemeinsam die Elektromobilität in der Region vorantreiben. Der Startschuss für das Projekt, in dem konkrete Handlungsvorschläge zum Ausbau der Elektromobilität entwickelt werden sollen, fiel kürzlich mit dem Auftakttreffen der Lenkungsgruppe. Vom Bund wird das Vorhaben mit insgesamt 80.000 Euro gefördert. 

 

Ladestationen für Elektroautos, E-Bikes, Car-Sharing: alle diese Bereiche sollen künftig weiter ausgebaut und auch in den Öffentlichen Personennahverkehr integriert werden. Innerhalb des Projekts wird dafür zunächst die Ist-Situation in Nordhessen analysiert. Aus diesen Erkenntnissen sollen später konkrete Bedarfe abgeleitet werden – um so Handlungsempfehlungen für Politik und Wirtschaft geben zu können. 

 

Für diese Studie will die Lenkungsgruppe, die aus den Landräten der fünf Kreise beziehungsweise ihren Vertretern und vier Vertretern aus dem Kreis des LEADERRegionalmanagements besteht, ein Unternehmen beauftragen. Interessenbekundungsverfahren und Ausschreibung werden folgen. Für die Erstellung des Konzepts stehen insgesamt 100.000 Euro zur Verfügung: 80.000 Euro, die das Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI) der Region für die erfolgreiche Wettbewerbsteilnahme um das Projekt zukommen lässt sowie ein Eigenanteil der Landkreise von jeweils 4.000 Euro.  

 

„Mit dem aktuellen Entschluss der Briten, Diesel- und Benzinautos bis 2040 zu verbieten, hat Großbritannien kürzlich die Pflöcke für die Verankerung der E-Mobilität für sich eingeschlagen. Deutschland und Nordhessen haben noch Nachholbedarf in Sachen

Elektromobilität“, fasst der Kreisbeigeordnete des Landkreises Waldeck-Frankenberg

Friedrich Schäfer in Vertretung für Landrat Dr. Reinhard Kubat den Status Quo zusammen.

„Umso wichtiger ist es, das emissionsfreie Fahren zu fördern – und vor allem praktikable Lösungen dafür zu finden.“ Dabei sei es vor allem wichtig, einen Blick in die Zukunft zu werfen und die dynamische Entwicklung in diesem Bereich zu beobachten, betont der Erste

Kreisbeigeordnete des Werra-Meißner-Kreises Dr. Rainer Wallmann. „Dabei gilt es nicht nur, eine einheitliche Ladeinfrastruktur in der Region zu schaffen, sondern auch den Markt in Sachen E-Mobilität im Blick zu haben.

 

„Energiewende bedeutet auch gleichzeitig eine Mobilitätswende“, ergänzt der Kasseler

Landrat Uwe Schmidt. „Das Projekt stellt daher eine gute Basis dar, um nachhaltiger in

Sachen Mobilität agieren zu können.“ Darüber hinaus betont der Kreisbeigeordnete des Landkreises Herfeld-Rotenburg Jürgen Schäfer in Vertretung für Landrat Dr. Michael Koch, dass das Vorhaben beispielhaft sei im Bereich der interkommunalen Zusammenarbeit:

„Mobilität geht über Kreisgrenzen hinaus.“ 

 

Die fünf Landkreise werden zu gleichen Teilen am Projekt beteiligt sein. Die Federführung wird der Fachdienst Dorf- und Regionalentwicklung des Landkreises Waldeck-Frankenberg unter der Leitung von Dr. Jürgen Römer innehaben. Gemeinsam mit seiner Mitarbeiterin Tanja Müller, Dr. Brigitte Buhse von der LEADER-Region Knüll, Lisa Küpper von der LEADER-Region Kellerwald-Edersee, Marion Karmann von der LEADER-Region Mittleres Fuldatal und Sigrid Wetterau von der LEADER-Region Hersfeld-Rotenburg vervollständigt er die Lenkungsgruppe um die Vertreter der fünf Landkreise. Ende 2018 soll das Projekt abgeschlossen sein. 

 

Landkreises Waldeck-Frankenberg

 

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