Wabern: Falsche Polizeibeamte erbeuten fünfstelligen Bargeldbetrag bei 77-jähriger Frau

 

 

Homberg (ots) – Wabern Falsche Polizeibeamte betrügen 77-jährige Wabernerin Tatzeit: 30. und 31.05.2017

Einen fünfstelligen Bargeldbetrag erbeuteten unbekannte Betrüger bei einer 77-Jährigen Wabernerin durch „falsche Polizeibeamte“.

Die Wabernerin erhielt am 30.05.2016 einen Anruf von einem angeblichen Polizeibeamten der Polizeistation Fritzlar.

In ihrem Telefon wurde hierbei die Telefonnummer 05622-110 angezeigt.

Der Anrufer erzählte ihr, dass bei zwei Männern die man festgenommen habe, ein Zettel mit den Personalien sowie der Bankverbindung der Wabernerin aufgefunden worden sei.

Sie sei nun gefährdet und eine Verbindung zu Interpol würde erfolgen. Kurze Zeit später meldete sich ein Herr Schneider von Interpol. Er erklärte, dass ihr Geld nicht mehr sicher sei und die Festgenommenen zu einer Bande gehören würden.

Zum Schutz der Wabernerin seien bereits Zivilkräfte unterwegs.

Die Wabernerin war verängstigt, glaubte den Angaben des Anrufers und kam den folgenden Anordnungen nach.

Sie fuhr dann mit einem Taxi zu einer Bank nach Kassel.

Dort hob sie von ihrem Konto einen fünfstelligen Bargeldbetrag ab.

Das Geld nahm sie wieder mit nach Wabern und übergab es dort vor ihrer Wohnanschrift an einen ihr unbekannten Mann.

Am nächsten Tag erfolgte ein weiterer Anruf. Hierbei gab der Anrufer an, dass sie im Zusammenhang mit der Festnahme von zwei verdächtigen Bankangestellten eine weitere Geldsumme abheben solle.

Sie hat dann am gleichen Tag noch einmal einen fünfstelligen Betrag bei einer Fritzlarer Bank abgehoben.

Anschließend wurde sie dann mit dem Taxi zum Hauptbahnhof nach Kassel und nachfolgend mit dem Zug nach Braunschweig dirigiert. Dort hat sie das Bargeld an den gleichen Mann wie am Vortag übergeben.

Die Wabernerin meldete sich dann am Freitag, 01.06.2017 bei der Polizei in Fritzlar.

Von dem Mann, welcher zwei Mal das Bargeld in Empfang genommen hat, liegt eine Personenbeschreibung sowie ein Phantombild vor.

  • Er ist männlich,
  • ca. 170 cm groß
  • und ca. 40 -45 Jahre alt.
  • Er hat kurze dunkle bis schwarze Haare.
  • Zur Tatzeit trug er eine schwarze sog. Base-Cap,
  • beige Jeans
  • und ein hellgrau/ grünes T-Shirt.

 

Die Kriminalpolizei in Homberg hat die Ermittlungen übernommen und fragt:

Wer kann Angaben zu der auf den beigefügten Bildern gezeigten Person machen.

Hinweise bitte an die Kriminalpolizei in Homberg, unter Tel.: 05681/774-0

Polizeipräsidium Nordhessen
Polizeidirektion Schwalm-Eder

 




Cum-Ex: Bande von Londoner Investmentbankern plünderte deutschen Fiskus

 

 

Filmtipp: „Panorama“: Donnerstag, 8. Juni, 22.00 Uhr, Das Erste www.Panorama.de

Hamburg (ots) – Der Finanzplatz London war die Hauptdrehscheibe bei sogenannten Cum-Ex-Geschäften, mit denen der deutsche Fiskus jahrelang ausgeplündert wurde. Nach Informationen des NDR Magazins „Panorama“ (Das Erste), der Wochenzeitung „Die Zeit“ und „Zeit Online“ verursachte eine Bande von nur einem knappen Dutzend Londoner Investmentbankern den Großteil des Milliardenschadens durch Cum-Ex. Mehrere Mitglieder der Bande sagen derzeit umfassend bei der Kölner Staatsanwaltschaft aus. Demnach sprachen sich die Londoner Investmentbanker bei Aktiengeschäften rund um den Dividendenstichtag hoch konspirativ ab, um vom deutschen Staat Steuern erstattet zu bekommen, die nie abgeführt wurden. Der Nachweis solcher Absprachen würde die Wahrscheinlichkeit späterer Verurteilungen drastisch erhöhen.

Die Mitglieder des mutmaßlich kriminellen Netzwerks gaben sich gegenseitig so illustre Spitznamen wie „der Mann in kurzen Hosen“, „der Autist“, „der Gentleman“ oder „der Verrückte“. Um bei ihren mutmaßlich illegalen Absprachen nicht aufzufliegen, nutzten sie für jeden Handel ein neues Prepaid-Handy. Verbunden war die Bande auch über das noble indische Restaurant „The Cinnamon Club“ im Londoner Regierungsviertel, an dem einige von ihnen bis vor etwa zwei Jahren beteiligt waren. Das Restaurant fungierte offenbar als eine Art „Cum-Ex-Loge“, in die Trader eingeführt wurden, die bereit waren, bei den mutmaßlich kriminellen Geschäften mitzumachen. Obwohl der Cum-Ex-Markt riesig gewesen sei – mehr als 100 Banken stehen im Verdacht, derlei Geschäfte zulasten des Steuerzahlers getätigt zu haben – , seien es „nur sehr wenige Personen gewesen, die die Fäden gezogen haben“, wie ein Insider gegenüber „Panorama“, „Die Zeit“ und „Zeit Online“ berichtet.

Die mutmaßliche Bande handelte nicht nur auf eigene Rechnung, sondern bot das Cum-Ex-Geschäft auch Dritten an. Um welch riesige Summen es dabei ging, zeigt ein Beispiel aus dem Jahr 2011. Damals führte die Londoner Gruppe Aktientransaktionen für zwei Cum-Ex-Fonds des Luxemburger Fondsanbieters Sheridan durch, in die u. a. Carsten Maschmeyer, Drogerie-Unternehmer Erwin Müller und Schalke-Boss Clemens Tönnies investierten. „Panorama“, „Die Zeit“ und „Zeit Online“ haben ermittelt, welches Ausmaß allein diese Geschäfte im Jahr 2011 hatten: Laut Ermittlungsakten handelten Londoner Broker allein für zwei Cum-Ex-Fonds rund um den Dividendenstichtag mit mehr als einer Milliarde deutscher DAX-Aktien im Wert von über 47 Milliarden Euro.

Zeitweise gehörten ihnen sieben Prozent von Daimler, neun Prozent von Bayer und zwölf Prozent der Lufthansa. Bei Cum-Ex ist es tatsächlich ähnlich wie beim Goldschürfen. Je größer die umgewälzten Mengen, desto mehr bleibt hängen. In diesem Fall verwehrte das Bundeszentralamt für Steuern letztlich die Auszahlung mehrerer hundert Millionen Euro an Steuern und löste so Ermittlungen der Kölner Staatsanwaltschaft aus. Nach vier Jahren intensiver Ermittlungen mit Durchsuchungen auf der ganzen Welt sagen nun seit kurzem mehrere Beschuldigte sowie Cum-Ex-Händler umfassend bei der Staatsanwaltschaft aus. Ein Verfahrensteilnehmer sagt zum Stand der Ermittlungen: „Das System ist geknackt.“

 

Norddeutscher Rundfunk




Ermittlungserfolg der „AG Carin“ nach Serie von Auto-Aufbrüchen: Zwei Banden für rund 90 Straftaten verantwortlich

 

 

BMWNachdem es in Nordhessen in den vergangenen Monaten zu einem deutlichen Anstieg von Auto-Aufbrüchen, insbesondere in Fahrzeuge des Herstellers BMW, mit der Zielrichtung festeingebauter Fahrzeugteile kam, wurde bereits im Frühjahr dieses Jahres bei der Polizeidirektion Kassel die „Arbeitsgruppe Carin“ eingerichtet. Nach umfangreichen und intensiven Ermittlungen ist des den Beamten gelungen, zwei voneinander unabhängig agierende Banden zu ermitteln, die sie für insgesamt rund 90 Straftaten in Nordhessen und Südniedersachen, darunter etwa 70 Auto-Aufbrüche mit rund 500.000 Euro Gesamtschaden sowie drei Fahrzeugdiebstähle in 2015, verantwortlich machen.

Quartett aus Kassel ermittelt

Vier in Kassel wohnende Männer im Alter von 18, 19, 22 und 25 Jahren sind nach den Ermittlungen der AG Carin neben mehreren Fahrzeugaufbrüchen auch für drei Diebstähle hochwertiger BMW in Stadt und Landkreis Kassel in 2015 sowie einen weiteren versuchten BMW-Diebstahl im selben Jahr verantwortlich. Dabei hatten die Tatverdächtigen die gestohlenen Wagen offenbar noch in der Region „zerlegt“ und die einzelnen Teile anschließend, überwiegend über das Internet, veräußert. Bei der Durchsuchung einer Scheune in Kaufungen Ende März dieses Jahres fanden die Ermittler Teile eines der drei gestohlenen Fahrzeuge, einem Ende April 2015 in Söhrewald-Wellerode gestohlenen BMW M3. Die Ermittlungen gegen die vier Tatverdächtigen dauern derzeit an.

Litauische Bande für Vielzahl von BMW-Aufbrüchen verantwortlich

Nach der Festnahme zweier litauischer Männer im Alter von 19 und 29 Jahren nach dem Diebstahl von Werkzeug aus einem Baumarkt an der Kohlenstraße in Kassel Anfang April ergaben sich den Ermittlern konkrete Hinweise darauf, dass es sich bei diesen um professionell agierende Auto-Aufbrecher handeln könnte. (Beachten sie zu der Festnahme bitte auch unsere über OTS am 7. April 2017 um 13:17 Uhr veröffentlichte Pressemitteilung). Der Diebstahl im Baumarkt diente offenbar zur Beschaffung neuen Aufbruchswerkzeugs. Auf Antrag der Kasseler Staatsanwaltschaft waren beide Männer bereits aufgrund dieser Tat wegen Fluchtgefahr einem Haftrichter vorgeführt worden, der die Untersuchungshaft gegen sie angeordnet hatte. Wie die darauffolgenden konzentrierten Ermittlungen der AG Carin ergaben, waren die beiden in Haft sitzenden Tatverdächtigen, gemeinsam mit einem 33-jährigen Litauer, von einer Wohnung im Landkreis Kassel offenbar regelmäßig zur späten Nachtzeit zu Auto-Aufbrüchen in Nordhessen und Südniedersachsen aufgebrochen und hatten zielgerichtet aus BMW-Fahrzeugen die Navigationsgeräte, Lenkräder und andere fest verbaute Fahrzeugteile fachmännisch ausgebaut und entwendet.

Aus ihrer Wohnung erfolgte anschließend auch der Versand der Teile ins Ausland.

In den Vernehmungen der Festgenommenen stellte sich heraus, dass sich die Tatverdächtigen zuvor in ihrem Heimatland für die Begehung dieser Auto-Aufbrüche spezialisiert hatten und bei den Taten äußert professionell vorgingen.

Der 19- und der 29-Jährige befinden sich weiterhin in Untersuchungshaft, die Ermittlungen gegen den 33-Jährigen dauern an.

Polizeipräsidium Nordhessen

Staatsanwaltschaft Kassel

 

 



Rechtzeitig zur documenta: Bauarbeiten in der Unteren Königsstraße abgeschlossen

 

 

Königsstraße
Helle Pflasterflächen kennzeichnen vom Druselturm ausgehend in der Hedwigstraße und am Landgraf-Philipps-Platz den Verlauf der historischen Stadtmauer und machen Stadtgeschichte im Pflasterbild sichtbar. Die im Boden eingelassenen Bronzetafeln stellen den Bezug zur mittelalterlichen Stadt her. Im Bild (von links) Alexander Wild (City-Kaufleute), Michael Triebswetter (GTL Landschaftsarchitekten), Torsten Kessler (Firma Wachenfeld) und Stadtbaurat Christof Nolda. Foto: Stadt Kassel/Happel-Emrich

Rechtzeitig vor Beginn der documenta 14 ist es soweit: Die Arbeiten zur Erneuerung der Unteren Königsstraße sind abgeschlossen. Kassels Stadtbaurat Christof Nolda enthüllte gemeinsam mit Vertretern der City-Kaufleute eine bronzene Informationstafel, die den Verlauf der mittelalterlichen Stadtmauer am Landgraf-Philipps-Platz erläutert. „Hier in der Unteren Königsstraße bilden die moderne Gestaltung der Fußgängerzone und die sichtbaren Spuren der historischen Stadt ein einladendes hochwertiges Stadtbild“, erklärt Nolda die besondere stadträumliche Qualität der Unteren Königsstraße.

 

Mit neuen Oberflächen, Bäumen und Bänken hat die Fußgängerzone zwischen der Kreuzung „Am Stern“ und dem Königsplatz in knapp zwei Jahren Bauzeit ein neues Gesicht bekommen. Passgenau zum Start der documenta 14 ist damit der erste Bauabschnitt für die Erneuerung der Kasseler Fußgängerzone abgeschlossen.

 

Seit dem Baubeginn im August 2015 haben die drei beteiligten Bauherren umfangreiche Arbeiten in diesem 250 Meter langen Abschnitt der Unteren Königsstraße ausgeführt. Die Städtische Werke Netz + Service GmbH (NSG) hat zunächst bis April 2016 die Strom-, Gas- und Wasserleitungen auf beiden Straßenseiten erneuert. Anschließend hat die Stadt die Laufflächen beidseits der Straßenbahngleise mit einem neuen, zusammenhängenden Pflaster gestaltet. Im Sommer 2016 kam zusätzlich die Kasseler Verkehrs-Gesellschaft AG (KVG) hinzu und erneuerte einen ersten Gleisabschnitt zwischen der Kreuzung „Am Stern“ und der Hedwigstraße.

 

Das neue Bild der Unteren Königsstraße wird vor allem durch die neue halbseitige Baumreihe mit zehn Feldahorn-Bäumen und durch vier neue Sitzbänke bestimmt. Eine weitere, breiter gestaltete sogenannte Chill-Bank ist noch in der Produktion und wird im Laufe des Sommers an der Einmündung der Gasse zum Druselturm aufgestellt. Mit dem Schriftzug „Kassel documenta-Stadt“ versehene Müllbehälter, Fahrradbügel und eine kleine Spielgeräte-Gruppe im Übergang zum Landgraf-Philipps-Platz runden das neue und gegenüber früher deutlich freundlichere Erscheinungsbild im unteren Abschnitt der Fußgängerzone ab.

Helle Pflasterflächen kennzeichnen vom Druselturm ausgehend in der Hedwigstraße und am Landgraf-Philipps-Platz den Verlauf der historischen Stadtmauer und machen Stadtgeschichte im Pflasterbild sichtbar. Die im Boden eingelassenen Bronzetafeln stellen den Bezug zur mittelalterlichen Stadt her. Am Druselturm selbst ist der Stadt gemeinsam mit der NSG sogar ein Stück Stadtreparatur gelungen: Mit dem Abriss eines Trafogebäudes konnte ein weiteres Stück der Turm-Außenmauer freigelegt werden. Im Herbst wird die Stadt diesen Abschnitt der Turm-Mauer sanieren. Die Stadt hofft, dass auch für den angrenzenden leerstehenden Gebäudekomplex bald eine Erneuerung eingeleitet wird.

 

Während der documenta 14 wird in der Fußgängerzone nicht gebaut. Anschließend beginnen im September 2017 die vorbereitenden Arbeiten für die Obere Königsstraße. Die gesamte Erneuerung der Fußgängerzone soll bis Ende 2019 abgeschlossen sein. Zwischen dem Königsplatz und der Fünffensterstraße wird die Stadt im gesamten Straßenzug die Oberflächen neu herstellen. Im Vorfeld werden die Versorgungsleitungen und der Kanal erneuert. Zusätzlich wird die KVG in den Sommerferien die Gleise zwischen Hedwigstraße und Rathauskreuzung und im Kreuzungsbereich „Am Stern“ austauschen. Für den gesamten Abschnitt zwischen „Am Stern“ und Rathaus ist eine neue hängende Beleuchtung in Vorbereitung.

 

Die Stadt wird vor Baubeginn über die weiteren Arbeiten informieren.

 

Weitere Informationen zur Modernisierung der Königsstraße finden Sie auf den städtischen Internetseiten unter www.koe.kassel.de

 




Bild des Tages

 

 
Das heutige Bild des Tages zeigt den Kasseler Königsplatz (vor Erstellen der Säule) von oben.

Auch wenn viele immer rummähren, so finden wir ihn trotzdem schön.

 

Vielen Dank für dieses wunderbare Bild an:

http://www.weber-fotografie-kassel.de/

 

Haben auch sie schöne Bilder von NordHessen, die sie gerne zeigen möchten?

 

Schicken sie diese an Redaktion(at)Nordhessen-Journal.de




Dienstliche Mails und Anrufe auch im Feierabend?

 

Projekt „Sandra“ soll die Mail-Flut am Feierabend bremsen

Schutz vor überflüssigen dienstlichen Mails und Anrufen am Feierabend – das ist das Ziel eines jetzt gestarteten Forschungsprojekts, an dem die Universität Kassel beteiligt ist. Eine wichtige Rolle spielen ein „Erreichbarkeits-Assistent“ und Schulungen in Unternehmen.

Smartphones und Laptops führen dazu, dass Arbeitnehmer über Handy oder E-Mail immer und überall arbeiten können und stets erreichbar sind. Auch aufgrund zunehmender Fehltage durch psychisch verursachte Erkrankungen befürchten Arbeitnehmervertreter und Politiker negative Folgen für Arbeitnehmer, weil die Grenzen von Privat- und Berufsleben immer mehr verschwimmen. Deshalb suchen Unternehmen vermehrt nach (technischen) Lösungen für ein effektives Erreichbarkeitsmanagement, das die Gesundheit der Mitarbeiter schont. „Diese entsprechen aber noch nicht ausreichend den Bedürfnissen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – mal sind sie zu schwach, mal viel zu weitreichend. Notwendig ist, sie den unterschiedlichen Bedürfnissen nach Erreichbarkeit und Nicht-Erreichbarkeit der Mitarbeiter anzupassen“, so der Jurist Prof. Dr. Alexander Roßnagel von der Universität Kassel.

Daher verfolgt das interdisziplinäre Forschungsprojekts SANDRA, das am 1. April 2017 gestartet ist, das Ziel, mitarbeiterfreundliche Lösungen für das Problem der technisch bedingten ständigen Erreichbarkeit zu finden. Das Ziel sind konkrete Anwendungen für die betriebliche Praxis. Wichtige Elemente sind:

– ein Schulungskonzept für Unternehmen, wie sie ihre Beschäftigten im Umgang mit modernen Kommunikationsmitteln unterstützen können.

– ein Erreichbarkeits-Assistent, der im Projekt programmiert wird und den die beteiligten Unternehmen erproben. Diese technische Lösung wird intelligent und im Einklang mit den Interessen der Beteiligten Anrufe und E-Mails an Smartphones ablehnen beziehungsweise verzögern, um unterbrechungsfreie Ruhe- oder Arbeitszeiten für Beschäftigte zu ermöglichen.

– Ein im Leistungssport bereits erfolgreich eingesetztes Verfahren überprüft anhand des Herzschlages der Mitarbeiter, wie wirksam die gefundene Lösung bei der Stressminderung tatsächlich ist.

Das Forschungsprojekt hat eine Laufzeit von drei Jahren und ein Gesamtvolumen von etwa 1,4 Mio. Euro. Das Fachgebiet Bürgerliches Recht/Recht der Technik der Universität Kassel ist für die Rechtsfragen zuständig, Konsortialführer ist das Fraunhofer IAO. Beteiligt sind weiterhin die TU Darmstadt, die HdM Stuttgart sowie die Anwenderunternehmen AGILeVIA und AK Reprotechnik. Rund 280.000 Euro der Fördersumme gehen an die Uni Kassel.

Während seiner Laufzeit identifiziert das Projekt weitere geeignete Unternehmen, die ebenfalls die entwickelten Organisationsmaßnahmen und das Schulungskonzept anwenden. Dadurch kann das Projekt die Übertragbarkeit der Lösungen auf andere Branchen validieren und seine Vorschläge verfeinern.

Führen Betriebe technische oder organisatorische Maßnahmen ein, um mit der technikbedingten ständigen Erreichbarkeit besser umgehen zu können, entstehen zahlreiche rechtliche Fragestellungen. Die Aufgabe der „Projektgruppe verfassungsverträgliche Technikgestaltung“ (provet) im Wissenschaftlichen Zentrum für Informationstechnik-Gestaltung der Universität Kassel (ITeG) unter der Leitung von Prof. Dr. Roßnagel besteht darin, diese Fragen bei der Gestaltung, Anwendung und Implementierung der Lösungen zu bearbeiten und zu beantworten. Bereits bei der Entwicklung der Modelllösungen wird auf die Einhaltung rechtlicher Anforderungen, insbesondere aus dem Datenschutzrecht, Arbeitsrecht und Betriebsverfassungsrecht, geachtet. Die juristische Mitarbeiterin Nadine Miedzianowski ist sich sicher, dass dies die Praxistauglichkeit sicherstellt und die rechtsverträgliche Gestaltung und Anwendung des Erreichbarkeitsmanagements gewährleistet: „Die Modelllösung wird dabei aktuelle arbeitsrechtliche Regeln beachten und in rechtskonformer Weise abbilden und zugleich sicherstellen, dass sie an die spezifischen Anforderungen der unterschiedlichen Rahmenbedingungen und Rollen in Unternehmen angepasst ist. Dieses Vorgehen schützt die Grundrechte aller Beteiligten und berücksichtigt ihre unterschiedlichen Interessen. Auf diese Weise werden die Chancen der Digitalisierung der Arbeitswelt genutzt und ihre Gefahren minimiert und ausgeglichen.“

Dieses Forschungs- und Entwicklungsprojekt wird im Rahmen des Programms „Zukunft der Arbeit“ (Förderkennzeichen 02L15A270) vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut.

Universität Kassel
Fachgebiet Bürgerliches Recht/Recht der Technik

 




Die wichtigsten Versicherungen auf einen Blick

 

 

 

Köln, Juni 2017. Kranken-, Unfall-, Berufsunfähigkeitsversicherung – die Liste an Versicherungen, die man abschließen kann, ist lang und besonders junge Menschen verlieren dabei schnell den Überblick.

Welche Versicherungen sind allgemein wichtig? Für wen lohnt sich welche Versicherung und was gibt es beim Abschluss zu beachten?

Markus Mingers, Rechtsanwalt und Inhaber der Kanzlei Mingers & Kreuzer, fasst im Fol-genden das Wichtigste zu den verschiedenen Versicherungen zusammen.

Kranken- und Zahnzusatzversicherung

„Die Krankenversicherung übernimmt als Teil des Versicherungssystems die Kosten, die für eine Behandlung nach Unfällen, Erkrankungen und Mutterschaft anfallen. Zum Beispiel zahlt sie einem Arbeitnehmer, der über sechs Wochen krankheitsbedingt ausfällt, das Krankentagegeld aus“, erklärt der Rechtsanwalt. Der Betrag kann dabei bis zu 70 Prozent des Bruttoeinkommens betragen. Die Krankenkasse erstattet alle medizinisch notwendigen Behandlungen – bei Medikamenten muss der Versicherte aber etwas dazu zahlen. Bei Zahnersatz übernimmt die Krankenkasse au-ßerdem nur bis zu 60 Prozent der Kosten. „Hier ist es also sinnvoll, eine Zusatzversicherung für Zahnersatz abzuschließen“, rät Mingers.
Eine eigene Krankenversicherung braucht man ab dem 25. Lebensjahr –Schüler sind üblicherweise noch über die Familie versichert. Als Auszubil-dender ist eine eigene Krankenversicherung, am besten ohne Zusatzbei-trag, von Nöten. Studierende müssen ab dem 25. Lebensjahr, oder wenn sie eine Einkommensgrenze von 450 Euro überschreiten, eine eigene Krankenversicherung abschließen.

 
Berufsunfähigkeitsversicherung

„Neben der verpflichtenden Krankenversicherung ist auch die optionale Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll. Diese zahlt eine monatliche Ren-te, wenn eine Person aus gesundheitlichen Gründen ihren bisherigen Job nicht weiter ausführen kann“, erläutert der Rechtsexperte. Die Berufsunfä-higkeitsversicherung kann zusätzlich zu einer Lebens- oder Rentenversi-cherung vereinbart werden. Trotz des hohen Kostenaufwands ist es emp-fehlenswert, sie bereits zur Ausbildungs- oder Studienzeit abzuschließen –bei Berufsunfähigkeit haben Azubis und Studenten sonst keinen Anspruch auf staatliche Erwerbsminderungsrente. Diese wird erst nach fünf Jahren Berufstätigkeit oder nach 60 Beitragsmonaten gezahlt. Bei der Berufsun-fähigkeitsversicherung ist es ratsam, darauf zu achten, dass eine Nach-versicherungsgarantie besteht. Mit einer solchen Garantie kann der Versi-cherungsschutz bei veränderten Lebensumständen, zum Beispiel bei Hei-rat oder Geburt eines Kindes, angepasst werden, ohne dass der Versi-cherte sich einem erneuten Gesundheitscheck unterziehen muss. Zudem sollte der Versicherungsvertrag keine „abstrakte Verweisung“ beinhalten. Ist diese im Vertrag vermerkt, kann die Versicherung verweigern, Leistun-gen auszuzahlen und den Versicherten bei Berufsunfähigkeit stattdessen anweisen, einen vergleichbaren Beruf zu ergreifen.

Unfallversicherung

„Die gesetzliche Unfallversicherung greift bei Unfällen auf der Arbeit oder dem Arbeitsweg. Ebenso sichert sie bei Berufsunfähigkeit infolge von Krankheiten ab“, so Mingers. Die private Unfallversicherung ist zwar optio-nal, aber eine wichtige Ergänzung zur gesetzlichen Unfallversicherung. Sie zahlt im Fall von Unfällen in der Freizeit eine vereinbarte Summe aus.

Rechtsschutz-, Lebens- und KFZ-Versicherung

Je nach persönlicher Lebenslage ist auch eine private Rechtsschutzversi-cherung sinnvoll. Diese beläuft sich auf 150 Euro im Jahr und enthält klar definierte Leistungen in verschiedenen Rechtsgebieten. Von Lebensversi-cherungen jeglicher Art ist inzwischen abzuraten, da die Zinsen zu niedrig sind und bei einer späteren Auszahlung erneut Steuern fällig werden, die beim Einzahlen bereits aus dem Gehalt abgeflossen sind.
Bei der verpflichtenden KFZ-Versicherung gibt es große Preisunterschie-de. Die Höhe des Versicherungsbeitrages fällt je nach Alter, Wohnort, Fahrzeugtyp und unfallfreien Jahren unterschiedlich aus. Bei Neuwagen bietet sich die Vollkaskoversicherung an, bei Gebrauchtwagen genügt ei-ne Teilkaskoversicherung. Besonders in jungen Jahren ist eine KFZ-Versicherung sehr kostspielig. Sie lässt sich allerdings jährlich kündigen, sodass man sich die Möglichkeit offen halten kann, einen günstigeren Versicherer zu suchen. Tipp für junge Autofahrer: „Das Auto über ein Elternteil mit wenig Prozenten versichern lassen. Damit können sie jährlich bis zu 1000 Euro sparen“, empfiehlt Mingers abschließend.
 www.mingers-kreuzer.de

 

 




Fritzlar: Störung der Telefonanlage der Polizei behoben

 

 

Homberg (ots) – Die Störung der Telefonanlage bei der Polizeistation in Fritzlar ist behoben.

Die Polizeistation kann ab sofort wieder unter der Tel.: 05622/99660 erreicht werden.

 

 




Die documenta 14 prägt Kassel für 100 Tage – die documenta prägt Kassel seit über 60 Jahren

 

Kassel ist mit der heutigen Pressekonferenz der documenta 14 wieder für 100 Tage von zeitgenössischer Kunst und Internationalität geprägt.

Offiziell eröffnet wird die Ausstellung am kommenden Samstag, 10. Juni, in Anwesenheit von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

 

 

„Wir erleben in diesem Jahr eine ganz besondere Ausstellung in der langen Tradition der Kunstschau. Denn die documenta 14 beweist es erneut: Auch nach über sechzig Jahren löst diese Institution überaus lebendig ihr Credo ein, nachdem sie sich stets erneuert und ihrem Publikum immer wieder Überraschendes und Unerwartetes präsentiert“, sagte Oberbürgermeister Bertram Hilgen.

In ihrer Heimat Kassel ist das dem Ideengeber Arnold Bode 1955 erstmals gelungen. Im Jahr 2017 sind nun gleich zwei Städte, Kassel und Athen, die Achsen, auf denen sich die Weltausstellung bewegt und globale Fragestellungen thematisiert. „Von Athen lernen“ hat es der künstlerische Leiter Adam Szymczyk überschrieben.

„Die documenta 14 mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie die Geschäftsführung der documenta und Museum Fridericianum Veranstaltungs gGmbH haben sich mit der Ausdehnung auf zwei Städte ein gigantisches Pensum auferlegt und mit großem Einsatz zum Gelingen gebracht“, äußerte OB Hilgen seine Wertschätzung für das Projekt.

Kassel und Athen: Die Verdoppelung der documenta-Perspektive

In Kassel schließt sich nach dem Auftakt in der griechischen Hauptstadt nun der Kreis und offenbart den Besucherinnen und Besuchern der documenta 14 die komplette Einsicht in die diesjährige Weltkunstschau. OB Hilgen: „Mit der Verdoppelung der documenta-Perspektive durch die zwei Standorte hat sich das Interesse an der Ausstellung in bisher noch nicht dagewesener Weise vervielfacht. In zwei Städten ist die intensive Auseinandersetzung mit den Thesen des Kuratoren-Teams möglich.“

Die documenta 14 schaffe zudem über das Medium der Kunst eine Brücke und eine bislang nicht gekannte Form der Gemeinschaft zwischen den beiden Städten. „Die Kunst führt die Menschen zusammen“, war die gemeinsame Aussage von Oberbürgermeister Bertram Hilgen und Athens Bürgermeister Yiorgos Kaminis anlässlich des Starts der documenta 14 im April in Athen. Beide betonten, dass zahlreiche Chancen für Athen wie auch für Kassel von ihr ausgehen. Im Rahmen der Vorbereitung der Kunstschau habe es auch auf kommunaler Ebene einen von gegenseitiger Wertschätzung und Vertrauen geprägten Austausch gegeben.

Ein Parthenon für Kassel und die „Wiege der documenta“

„The Parthenon of Books“ eine das Athener Original im Maßstab 1:1 abbildende Arbeit von Marta Minujín, mit verbotenen oder einst verbotenen Büchern bestückt, nimmt symbolhaft den zentralen Platz vor dem Fridericianum ein. Antike trifft hier auf Klassizismus. Das historische Gebäude Fridericianum, der erste Museumsbau für die Öffentlichkeit auf dem Kontinent, wird als „Wiege der documenta“ bezeichnet und ist seit über 60 Jahren ihr traditioneller Ausstellungsort. Auch hier schafft die documenta 14 einen Bezug zu Athen. Adam Szymczyk zeigt im Fridericianum in einem zentralen Kooperationsprojekt mit dem Nationalen Museum für zeitgenössische Kunst (EMST) in Athen eine Auswahl dessen ständiger Sammlung.

documenta-Stadt Kassel – Kulturstadt von Rang

Ob durch die Außenkunstwerke, ob in den über verschiedene Kasseler Stadtteile verteilten Ausstellungshäusern und -räumen, ob bei Performances oder in den zahlreichen, teilweise eigens für den Ausstellungszeitraum entstandenen gastronomischen Treffpunkten: Die documenta ist nun für 100 Tage ein prägendes Element, gestaltet das städtische Leben für die Gäste und die Bürgerinnen und Bürger vibrierend, spannend und lebendig. OB Hilgen: „Es ist allerdings ein Lebensgefühl, auf das Kassel auch in den jeweils fünf Jahren zwischen den documenta-Ausstellungen nicht verzichten muss. Vom nordhessischen Schattendasein kann heute keine Rede mehr sein.“

Denn die ehemalige Landgrafen- und Kurfürstenstadt ist voller Geschichte, die auf pralle kulturelle Gegenwart trifft. Kassel hat in den vergangenen Jahren eine dynamische wirtschaftliche Entwicklung genommen und sich dabei zu einem der zentralen Kulturstandorte in Deutschland entwickelt. Es bietet eine kreative Szene und etablierte Einrichtungen der Hochkultur, eine vielgestaltige Museumslandschaft sowie eine Kunsthochschule, aus der Oscarpreisträger hervorgegangen sind. Mit dem barocken Bergpark Wilhemshöhe ist die Stadt ein UNESCO Weltkulturerbe, mit der GRIMMWELT Kassel auf dem Weinberg die moderne Grimmhauptstadt Deutschlands.

Kasselkultur2017 – das Stadtprogramm im documenta-Jahr.

Das documenta-Jahr bietet für die Kulturakteure Kassels stets einen besonderen Rahmen und Ansporn zu außergewöhnlichen Vorhaben und Initiativen. Weit über tausend kulturelle Projekte und Veranstaltungen unterschiedlichster Sparten und Richtungen bilden den Kern von Kasselkultur2017, dem Stadtprogramm im documenta-Jahr. Bis Dezember können Besucher und Bewohner aus einem von mehr als hundert Kooperationspartnern gestalteten Programm auswählen, das von klassischen Formaten bis zu experimentellen Kulturveranstaltungen reicht.

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Documenta Archiv, documenta Institut und eine documenta-Professur

Eine einzigartige Schatzkammer an öffentlich zugänglichen Quellen zur zeitgenössischen Kunst ist das documenta Archiv, dessen Gründung auf einer Idee Arnold Bodes beruht. Es spiegelt zentrale Aspekte zur Ausstellungsgeschichte der documenta wider, die Kunst, Historie, Gesellschaft und Politik berühren. Das Archiv wurde 1961 gegründet und beherbergt ein Aktenarchiv, das das Schriftgut der Ausstellungen verwahrt, eine große Spezialbibliothek sowie umfangreiche Presse-, Bild- und audiovisuelle Mediensammlungen. Nachlässe ergänzen den wertvollen Bestand.

Gemeinsam mit der Universität Kassel, der documenta gGmbH und mit der Unterstützung des Bundes sowie des Landes Hessen ist ein documenta Institut im Aufbau begriffen. Es wird die documenta als ein Kulturerbe von internationalem Rang im Hinblick auf ihre Geschichte aufarbeiten sowie Fragestellungen im Kontext der globalen zeitgenössischen Ausstellungskultur untersuchen.

Neue documenta-Professorin an der Kunsthochschule Kassel wird Prof. Dr. Nora Sternfeld (geb. 1976). Damit hat die Universität Kassel rechtzeitig vor Beginn der documenta eine Personalie mit Ausstrahlung in die internationale Kunstwelt entschieden. „Eines der wesentlichen Ziele meiner Forschungsarbeit sehe ich darin, Kassel als international relevanten Standort für Ausstellungstheorie und -praxis zu positionieren, auch in der Zeit zwischen den alle fünf Jahre stattfindenden Ausstellungen“, kündigte Sternfeld an.

Mit einer Vielzahl von Projekten und Veranstaltungen unterstützt und begleitet die Universität Kassel die documenta 14. An einigen documenta-Kunstwerken sind Studierende, Wissenschaftlerinnen oder Wissenschaftler der Universität direkt beteiligt. Zudem ist die Weltkunstschau mit mehreren Ausstellungsorten an der Hochschule zu Gast.

Image- und Wirtschaftsfaktor documenta

Die documenta ist ein nicht zu vernachlässigender Image- und Wirtschaftsfaktor für Kassel. Durch ihren Bekanntheitsgrad ist sie hervorragend geeignet, nach innen und nach außen zu wirken. Sie selbst ist ein Arbeitgeber für hunderte Beschäftige, zudem sind zahlreiche Kasseler Betriebe und Unternehmen für die Ausstellung tätig. Hotels, die Gastronomie und der Handel profitieren von den Gästen, deren Zahl zur documenta 13 bei rund 900 000 lag.

OB Hilgen: „Die documenta fasziniert seit 1955 immer wieder die internationale Kunstwelt und setzt sie nach Kassel in Bewegung. Gut möglich also, dass die documenta 14 mit ihrem Konzept zweier Städte noch weitaus mehr Menschen zur Kunst bringen wird als alle vorherigen Ausstellungen.“

Weitere Informationen:

www.documenta14.de 

www.documenta.kassel.de

https://www.kasselkultur2017.de

https://www.documenta.de

http://www.documenta-archiv.de

http://www.kassel-marketing.de

 




Polizei betreibt Documenta-Wache am Friedrichsplatz: Ansprechpartner über die gesamten 100 Tage

 

 

Kassel (ots) – Ab dem gestrigen Mittwoch startete in Kassel eine der bedeutendsten und weltweit am meisten beachteten Ausstellungen zeitgenössischer Kunst – die documenta. Das Polizeipräsidium Nordhessen wird zum Schutz der Veranstaltung über die gesamte Dauer Beamte in den Einsatz bringen. Sei es zur offiziellen Eröffnung am Samstag, dem 10. Juni, zu der neben dem Bundespräsidenten Dr. Frank-Walter Steinmeier auch der griechische Staatspräsident Prokopis Pavlopoulos erwartet werden, oder über die gesamte Zeit der 100 Tage dauernden Kunstausstellung.

(Beachten Sie bitte auch die dieser Pressemitteilung im elektronischen Versand über OTS beigefügte Innenstadtkarte, die den Standort der Documenta-Wache und die Sperrungen am Samstag rund um den Renthof zeigen.)

Documenta-Wache am Friedrichsplatz

Wie sich bereits bei den letzten beiden Kunstausstellungen in den Jahren 2007 und 2012 bewährt hat, wird auch in diesem Jahr eine Documenta-Wache direkt im Veranstaltungsraum für Besucher und Hilfesuchende als Anlaufstelle dienen. Die Documenta-Wache ist unmittelbar am Friedrichsplatz, an der Friedrichsplatzrandstraße, zwischen Obere Karlsstraße und Obere Königsstraße zu finden. Es sind dort sowohl uniformierte als auch zivile Beamte im Einsatz, die mit Fuß- und Fahrzeugstreifen im und um den Veranstaltungsraum unterwegs sein werden.

Verkehrsbehinderungen zur Eröffnung

Der offizielle Eröffnungstag der documenta am Samstag, dem 10. Juni, wird auch für die Polizei ein besonderer Tag. Die zu erwartenden hohen Besucherzahlen und die Teilnahme hochrangiger Vertreter aus Politik und Wirtschaft erfordern einen besonderen Kräfteansatz der nordhessischen Polizei, die auch von anderen Polizeidienststellen unterstützt wird. Am Eröffnungstag muss in der Zeit von 10 – 14 Uhr mit Verkehrsbehinderungen im Bereich des Steinwegs und der Brüderstraße gerechnet werden. Insbesondere rund um den Renthof müssen in dieser Zeit Teile der angrenzenden Straßen sowie der Fuß- und Radwege komplett gesperrt werden.

Polizeipräsidium Nordhessen




Tag des Hundes am 11. Juni: TASSO macht auf das Leid der Hunde im Labor aufmerksam

 

 

Sulzbach/Ts., 7. Juni 2017 – Am 11. Juni ist der „Tag des Hundes“, an dem die besondere Bedeutung dieser Tierart für uns Menschen hervorgehoben werden soll. Die Tierschutzorganisation TASSO e.V. nimmt diesen Tag zum Anlass, um an jene bedauernswerte Hunde zu erinnern, die tagtäglich in Versuchslaboren für den Menschen leiden müssen.

In Deutschland ist es nach wie vor erlaubt, Hunde in Tierversuchen einzusetzen. Die Tierschutz-Versuchstierverordnung (TierSchVersV) sieht jedoch vor, dass die Tiere grundsätzlich für diesen Zweck gezüchtet worden sein müssen.

Laut der aktuellen Statistik des Bundeslandwirtschaftsministeriums wurden 2015 in Deutschland 4.491 Hunde für Tierversuche verwendet. Im Wesentlichen mussten diese für gesetzlich vorgeschriebene Toxizitäts- und Unbedenklichkeitsprüfungen von Arzneimitteln und sonstigen Chemikalien herhalten. „Bei diesen Tests werden den Hunden täglich über einen bestimmten Zeitraum Prüfsubstanzen auf verschiedenstem Wege verabreicht“, sagt Mike Ruckelshaus, Leiter Tierschutz Inland bei TASSO. Beispielsweise bekämen die Tiere die Prüfstoffe in Tablettenform einverleibt, als Injektions- oder Infusionspräparat gespritzt oder sie müssen gasförmige beziehungsweise vernebelte Stoffe einatmen. Das Leid der Tiere hat damit noch lange kein Ende. Die Hunde müssen bei solchen Versuchen teilweise in kleinen Stoffwechselkäfigen in Einzelhaltung ausharren und engmaschige Blut- und Urin-Entnahmen über sich ergehen lassen. Nach Beendigung der Tests erwartet sie schließlich die Tötung und Sektion. „Bei solchen Toxizitäts- und Unbedenklichkeitsprüfungen können die auftretenden Effekte beziehungsweise Vergiftungserscheinungen den Hunden auch schwerste Schmerzen, Leiden und Schäden zufügen“, erklärt der Tierschutzexperte.

Auch für die Grundlagen- oder angewandte Forschung müssten Hunde leiden, berichtet Mike Ruckelshaus. So werden beispielsweise trotz längst bekannter Zweifel an dem wissenschaftlichen Nutzen von Hundeexperimenten für die Zahnmedizin immer noch Versuche mit dieser Tierart durchgeführt. Im Rahmen solcher Versuche wurden den Hunden beispielsweise Defekte in den Unterkieferknochen gesetzt, die nach zwölf Wochen mit gezogenen Zahnwurzeln aus dem Oberkiefer aufgefüllt und nach einer erneuten Einheilungsphase von zwölf Wochen mit Titanimplantaten versehen wurden. Zwei Wochen nach dem Setzen der Implantate wurden alle Hunde getötet.

Bereits seit über 10.000 Jahren ist der Hund für uns Menschen ständiger und treuer Begleiter. Er ist Sozialkumpan und leistet Hilfsbedürftigen große Dienste als Rettungs-, Therapie- oder Behindertenbegleithund. „Der Hund gilt als der beste Freund des Menschen“, resümiert Mike Ruckelshaus, und fragt abschließend: „Aber behandelt man so etwa seinen besten Freund?“

Über TASSO e.V.

Die in Sulzbach bei Frankfurt ansässige Tierschutzorganisation TASSO e.V. betreibt Europas größtes Haustierzentralregister. Mittlerweile vertrauen mehr als 6 Millionen Menschen dem seit 35 Jahren erfolgreich arbeitenden Verein. Derzeit sind rund 8,3 Millionen Tiere bei TASSO registriert und somit im Verlustfall vor dem endgültigen Verschwinden geschützt. Durchschnittlich alle zehn Minuten vermittelt TASSO ein entlaufenes Tier an seinen glücklichen Halter zurück, dies sind im Jahr rund 62.500 Erfolge. Die Registrierung und alle anderen Leistungen von TASSO wie die 24-Stunden-Notrufzentrale, Suchplakate, TASSO-Plakette und der Suchservice sind kostenlos. Der Verein finanziert sich ausschließlich aus Spenden großzügiger Tierfreunde. Neben der Rückvermittlung von Haustieren ist TASSO im Tierschutz im In- und Ausland aktiv und sieht seinen zusätzlichen Schwerpunkt in der Aufklärung und der politischen Arbeit innerhalb des Tierschutzes. TASSO arbeitet mit den meisten Tierschutzvereinen und -organisationen sowie mit nahezu allen deutschen Tierärzten zusammen und unterstützt regelmäßig Tierheime unter anderem bei kostenaufwändigen Projekten. Mit dem Online-Tierheim shelta bietet TASSO zudem Tiersuchenden eine Plattform in der virtuellen Welt. Für die Tierhalter ist TASSO ein kompetenter Ansprechpartner für alle Belange des Tierschutzes.

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