Nachträglicher Wärmeschutz der Außenwände reduziert den Heizenergieverbrauch

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WärmeschutzDie „Hessische Energiespar-Aktion“ informiert: Nachträglicher Wärmeschutz der Außenwände reduziert den Heizenergieverbrauch – Infos unter www.energiesparaktion.de

Ein Großteil der Wohngebäude in Hessen weist einen unzu­reichenden, weit hinter den heutigen technischen Möglichkeiten zurückbleibenden Wärmeschutz der Außenwände auf. Je nach Gebäudetyp gehen bis zu 40 Prozent des jährlichen Heizenergieverbrauchs durch die Außenwände verloren.

„Ungedämmte Wände sind auch oftmals eine Ursache für ein unbehagliches Wohnklima bei tiefen Außentemperaturen, für Zuger­scheinungen und zusammen mit anderen Faktoren für Feuchte- und Schimmelbildung in Raumecken. Die Dämmung erhöht innen die Oberflächentemperatur der Außenwand einer Altbauwohnung an kalten Wintertagen um mehrere Grad Celsius. Warme Wände sind wichtig für die Wohnbehaglichkeit. Durch sorgfältige nachträgli­che Außenwanddämmung in Altbauten können die Energieverluste durch die Wände um mindestens 75 Prozent reduziert werden, so Florian Voigt, Projektmanager der „Hessischen Energiespar-Aktion“.

Für die Außenwanddämmung stehen verschiedene Systeme zur Ver­fügung:

  • das Wärmedämmverbundsystem,
  • die hinterlüftete vorgehängte Fassade,
  • die Kerndämmung von zweischaligem Mauerwerk,
  • die Innendämmung.

Informationen zum Thema bieten die Broschüre „Vom (K)althaus zum Energiesparhaus“ sowie die Energieeinsparinformationen Nr. 2 „Wärmedämmung von Außenwänden mit dem Wärmedämm-Verbundsystem“, Nr.10 „Wärmedämmung von Außenwänden mit der hinterlüfteten Vorhangfassade“ und die Nr. 11 „Wärmedämmung von Außenwänden mit der Innendämmung“ unter www.energiesparaktion.de.

 

„Berechnungsgrundlage für anstehende Modernisierungsmaßnahmen am eigenen Gebäude ist der „Energiepass Hessen“, unser „Energieeinsparprogramm“ für Bestandsgebäude“, so Florian Voigt weiter.

Der „Energiepass Hessen“ ist ein Beratungsinstrument der Hessischen Landesregierung, der die Schwachstellen eines Hauses aufzeigt, Einsparpotenziale ermittelt und Handlungsmöglichkeiten vorschlägt. Er wird zum reduzierten Preis von 37,50 € angeboten. Der Fragebogen steht als Download unter www.energiesparaktion.de zur Verfügung. Informationen zu Fördermöglichkeiten bietet der „Förderkompass Hessen“ unter www.energieland.hessen.de.

Informationen zum Energieberatungsangebot der Verbraucherzentrale Hessen unter www.verbraucher.de.

Die „Hessische Energiespar-Aktion“ ist ein Projekt des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung

Info  der Stadt Homberg/Efze

 

NordHessen-Journal Nachrichten und Berichte von NordHessen für NordHessen

Ein Gedanke zu „Nachträglicher Wärmeschutz der Außenwände reduziert den Heizenergieverbrauch

  • 21. April 2017 um 18:26
    Permalink

    Wärmedämmung im Trend der Zeit???

    Die Notwendigkeit und der angebliche Nutzen einer Wärmedämmmaßnahme ist schnell erklärt.

    Die Frage, die ich mir stelle ist jedoch, sind sich die Betroffenen auch bewusst, das Wärmedämmung nicht nur erhebliche Investitionskosten verursachen, sondern das der Umgang mit einer nachträglich wärmegedämmten Immobilie ein hohes Verständnis und Einfühlungsvermögen im Umgang mit den geänderten Verhältnissen erforderlich macht?

    Eine ordnungsgemäße Ausführung setzt in jedem Fall eine energetische Vorabuntersuchung durch einen geprüften Energieberater voraus. Das ermittelte Ergebnis gibt Auskunft was konkret, wie verändert werden sollte, um den gewünschten oder gesetzlich vorgeschriebenen Energie – Einsparungseffekt zu erreichen.

    Die Gegenüberstellung der erforderlichen Baukosten und der theoretisch ermittelten Einsparung in € ist dabei nicht nur interessant, sondern leider auch sehr ernüchternd. Oft dürfte die Amortisierungszeit bei bis zu 20 Jahren liegen. Mein Rat! Suchen Sie sich deshalb einen unabhängigen Energieberater, das kostet zwar bis zu 300,00 €, aber Sie sind auch die Sorgen los. Sie wissen woran Sie sind können sich entsprechend für oder wider entscheiden und haben ggf. auch für Ihre Argumentation beim Bauamt eine gute Basis.

    Ihr Nutzen läge vor allem darin ggf. unsinnige Investitionen zu vermeiden und nur welche in Betracht kommen zu lassen, die nachhaltig effektiv sind. So wird nicht nur Geld gespart, sondern es werden mögliche Folgeschäden am Bauwerk und ggf. daraus entstehende gesundheitliche Beeinträchtigungen vermieden. Mehr dazu unter: http://www.baubetreuungnordhessen.de (ws)

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