Auftrag: Ein Film über die Feuerwehr

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FeuerwehrDie Idee: War einfach – Einen Film über die Arbeit der Feuerwehr zu drehen.

Die Ausführung: Gestaltete sich dann doch viel komplizierter als alle ahnten.

Die Zeit:  Am Ende summierten sich rund 1400 Stunden an Arbeit zusammen, die an 59 Tagen absolviert wurden.

Das Produkt: Sollte eigentlich ein kurzer Imagefilm werden – herausgekommen ist ein toller Kurzfilm.

 

Der Film wurde im Auftrag des Kreisfeuerwehrverbandes Fritzlar-Homberg erstellt.

Vorsitzender Dieter Ide hatte im April 2015 das Team „Presse- und Öffentlichkeitsarbeit“ der Freiw. Feuerwehren der Stadt Gudensberg gefragt, ob sie solch einen Film drehen würden.Das Team hat nach eingehender Beratung dem zugestimmt, ohne zu dem damaligen Zeitpunkt nur annähernd zu ahnen, auf was man sie da eingelassen hatte.

Vorschaufilm

Bei einer Großübung der Jugendfeuerwehren der Stadt Gudensberg kamen wir mit Michael Mengel ins Gespräch und er sagte spontan seine Unterstützung zu. Danach lernte wir, was es bedeutet einen Film zu machen und Michael lernte, dass Feuerwehr in der Realität harte Arbeit ist und explodierende Autos nur im Actionfilmen vorkommen.

Danach ging es an die Arbeit:

  • Aufzählen was eine Feuerwehr alles macht,
  • Filmgeschichte finden,
  • Drehbuch erstellen,
  • Drehorte festlegen,
  • Feuerwehren, die mitmachen wollen  gewinnen,
  • Drehgenehmigungen einholen,
  • Einverständniserklärungen der Eltern bzw. Mitwirkenden einholen,
  • Kamerapunkte festlegen,
  • Ablaufpläne zu den einzelnen Drehs erstellen.

Während der gesamten Zeit war es sehr spannend, jede Szene wurde akribisch vorbereitet und dann gedreht, manchmal bis zu 5 -6 mal bis der Kameramann es für o.k hielt.

Das Team gelangte zeitweise an die Grenzen des Machbaren. Dreharbeiten bis zu 8 Stunden, bei 34 Grad Hitze, gehörten ebenso dazu, wie über 4 Stunden Dreh in einem Kinderzimmer (Rettung des Kindes durch Atemschutztrupp).

Dies sind nur zwei Eindrücke von den Dreharbeiten. Letztendlich war es dem Teamgeist zu verdanken , dass der Film so gedreht wurde, wie er jetzt zu sehen ist. Ein Team, wie man es sich nur wünschen kann. Kritisch und offen, konstruktiv und Ideenreich, Kritikfähig und Einsichtig,  Wertschätzend und Vertrauenswürdig.

Alles Punkte die ein Garant für ein gutes Ergebnis sind.

Wir wollten einen Imagefilm drehen. Letztendlich ist ein Kurzfilm geworden. Warum? Während der Dreharbeiten sind uns immer wieder Details aufgefallen, die wir am Anfang so nicht berücksichtigt hatten. Es sollte aber auch realistisch wirken und nicht übertrieben. Wir hatten auch keine Menschenrettung in unserem Plan. Aber bei dem Dreh in der Leitstelle kam bei der Alarmdurchsage der Zusatz „Menschen in Gefahr“. Dies ist uns aber erst beim Anschauen der Szene Tage später aufgefallen. Also Erweiterung des Drehbuches um die Sache mit einer Menschenrettung des Atemschutztrupps.

 

Begebenheiten, die in besonderer Erinnerung geblieben sind

 Der erste Außendreh erfolgte im April 16 (Entdeckung des Wohnhausbrandes) bei strahlendem Sonnenschein in Gleichen. Also mussten alle weiteren Szenen immer bei wunderbarem Sonnenschein gedreht werden.

Der letzte Drehtag war dann für den 10.09.16 wieder in Gleichen angesagt. Jedoch war die Hecke inzwischen gewachsen und entsprach nicht mehr dem, was im April gedreht wurde. Also Heckenschere geborgt und das Filmteam hat die Hecke in Form gebracht.

Bei einem Drehtag in Melsungen hat es in Strömen geregnet. Also Innenaufnahmen im Gerätehaus MEG, wie Ausrüsten u. Besetzen des Fahrzeuges. Das Löschfahrzeug musste von Gudensberg nach MEG fahren und war natürlich nass. Damit alles ok war, wurde das Löschfahrzeug abgeledert und der Hallenfußboden trocken geputzt.

Beim Suchen von geeigneten Kamerastandpunkten standen wir mit der Kamera und Stativ auf der Schloßbrücke in MEG. Während dieser Zeit sind garantiert alle Autofahrer  50km/h gefahren bzw. man konnte die plötzlichen Bremsvorgänge beobachten.

Für eine Fahrzeuginnenaufnahme während der Fahrt benötigten wir Licht und 220 Volt. Der auf dem Fahrzeug verlastete Generator konnte während der Fahrt nicht betrieben werden. Also einen kleineren Stromerzeuger am Heck des Fahrzeuges befestigt, Stromkabel über den Aufbau bis zum Innenraum und schon konnte gedreht werden.

 

Hier also der Film, der wirklich fantastisch geworden ist:

 

Ein paar statistische Erhebungen :

Personen, die in irgendeiner Weise am Film beteiligt waren bzw. mitgespielt haben (Also Jugendfeuerwehren bei Übung, Kinder in der Grundschule bei Brandschutzerziehung, Feuerwehr Melsungen, Ziegenhain, Funklehrgang in Fritzlar, Fahrer Statisten  u.s.w Ca. 150 Personen
Drehorte Ziegenhain, Fritzlar, Wabern, Gudensberg, Melsungen, Edermünde-Holzhausen, Homberg/Efze, Dissen, Werkel, Gleichen
Tage an denen wir Filmaufnahmen erstellt haben 18 Tage
Gesamtdauer des Projektes (vom Auftrag bis zur Premiere) 23 Monate (08.04.15 – 22.03.17)
Zeitraum in denen Aufnahmen gemacht worden sind Nov. 2015 – Sept. 2016
Mal an einer Szene dargestellt, welcher Zeitaufwand betrieben worden ist. Feuerwand aus denen 2 Feuerwehrmänner kommen. Im Film ca 5 sec. zu sehen. 4 Stunden Filmaufnahmen vor Ort, 4 Stunden Nachbearbeitung am PC
 

Treffen der Filmcrew (Drehtage, Besprechungen, Ortsbesichtigungen, Proben u.s.w)

 

59 Termine

Ein paar technische Daten 400 GB Daten
40 Stunden Videomaterial
mit den Making Ofs = 60 h
16 Video Effekte (Computergrafik gestützte Szenen
Stundenansatz Mindestens 1.400 Stunden,

 

Danke an die Sponsoren

  • Kreissparkasse Schwalm-Eder
  • VR-Bank-Schwalm-Eder
  • Raiffeisenbank eG Borken
  • VR-BankChattengau eG

Danke an die Feuerwehren bzw. Einrichtungen, die uns unterstützt haben

  • Freiwillige Feuerwehr Melsungen  (Ausrüsten, Besetzen der Fahrzeuge, Ausfahrt, Alarmfahrt)
  • Freiwillige Feuerwehr Wabern (Arbeit des Gerätewartes)
  • Freiwillige Feuerwehr Homberg/Efze (Ausbildung des Gefahrgutzuges)
  • Freiwillige Feuerwehr Fritzlar (Funklehrgang, Drehleiter vor Kino bei Premiere)
  • Freiwillige Feuerwehr Schwalmstadt (Personal Atemschutzübungsstrecke)
  • Freiwillige Feuerwehr Gudensberg (Löschfahrzeug während der gesamten Zeit, Fahrer u. Personal
  • Zentrale Leitstelle Schwalm-Eder (Alarmierung)
  • Jugendfeuerwehr Fritzlar-Werkel (Ausbildung der Jugendfeuerwehr)
  • Jugendfeuerwehren Edermünde und Niedenstein (Einsatzübung)
  • Kinderfeuerwehren der Stadt Gudensberg (allegemeine Arbeit)
  • Grundschule Gudensberg (Brandschutzerziehung der Klassen durch Brandschutzteam Gudensberg)
  • Deutsches Rotes Kreuz Gudensberg (Stellung von RTW plus Personal)
  • Alexander Wittke, NH 24 (Werbung, Vermarktung)
  • Peter Zerhau, HNA, (Einsatzbilder)

Hier noch die beiden Trailer, das Making off und der Film über die Kinopremiere.

Am 22.03.17 fand die Premiere des Films im Kino Cine-Royal in Fritzlar statt.

In Kürze wird dieser Film, bzw die Feuerwehr Gudensberg auch vom Innenminister geehrt werden.

Wir bedanken uns nicht nur für diesen tollen Film, sondern ausdrücklich auch für eure Arbeit. Gut dass es euch gibt.

Euch die Freiwilligen-  und Berufsfeuerwehren in unserem schönen NordHessen.

 

Trailer 1

https://youtu.be/cL9crlGp8_g

Trailer 2

https://youtu.be/m0r1ywjsitA

Kinopremiere in Gefahr

https://youtu.be/IJjEEOssInc

Making Of

https://youtu.be/J5vRRduKrqk

 

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