Volkmarsen trauert um langjährigen Seelsorger

Pfarrer Edgar Hohmann im Alter von 73 jahren verstorben

Quelle: katholische kirche volkmarsen

Volkmarsen. Wie uns am heutigen Montag bekannt wurde, ist Pfarrer im Ruhestand Edgar Hohmann am 05.02.2017 verstorben.

Die Trauer in der Kugelsburgstadt ist groß, wirkte er doch seit 43 Jahren in der katholischen Kirchengemeinde am Fuße der Kugelsburg.

Das Requiem ist am Samstag, 11. Februar 2017 um 13 Uhr in der Pfarrkirche St. Marien, anschließend die Beerdigung auf dem katholischen Friedhof, Steinweg.

Hier nun die offizielle Stellungnahme der katholischen Kirchengemeinde St. Marien, Volkmarsen (Quelle: http://www.katholische-kirche-volkmarsen.de/volkmarsen/pdf/2017/Edgar.pdf )

Mit Pfarrer Edgar Hohmann zog im Jahr 1972 ein Mann nach Volkmarsen, der das Leben in unserer Gemeinde St. Marien als Seelsorger über mehr als 40 Jahre hinweg gestalten und prägen sollte.
Er hinterließ dabei viele Spuren: sichtbare und unsichtbare.
 
Edgar Hohmann war im besten Sinne des Wortes ein Seelsorger. Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen zu begleiten war seine Berufung. Seine Mission war die Gemeinschaft. Sie stand nicht nur im Mittelpunkt vieler seiner Gottesdienste. Eine intakte Gemeinschaft war für ihn ein Schatz, den es zu erhalten und zu mehren galt. Spirituelle Tiefe, Glaube und geselliges Leben wusste er gekonnt zu verbinden.
 
Immer wieder gab er den Anstoß zu Projekten, die vor allem Eines schaffen sollten: echte Gemeinschaft – auch über Entfernungen, Generations- und Glaubensgrenzen hinweg. Maßgeblich war er am Aufbau des Pastoralverbundes St. Heimerad – Wolfhager Land beteiligt und betreute seit ihrer Eingemeindung 2009 auch die Katholiken von Herz-Jesu, Wettesingen. Ökumene mit den evangelischen Mitchristen war für ihn ein echtes Anliegen.
 
Auch handfeste Spuren zählen zu seinem Vermächtnis: Das Pfarrgemeindezentrum, die katholische Kindertagesstätte St. Marien, die Renovierungen der Pfarrkirche St.Marien, der Wittmarkapelle und der Friedhofskapelle sind nur einige Beispiele.
 
Viele Projekte in Afrika wären vermutlich nicht realisiert worden, hätte sich Pfarrer Hohmann nicht über Jahrzehnte dafür eingesetzt. Beispiele sind die Unterstützung von Pater Heller in Namibia und verschiedenen Priestern aus Nigeria und Uganda.
 
Was nun bleibt ist die Erinnerung an einen Pfarrer, der sich als Berufener sah und den Beruf als echte Berufung. Er war ein Brückenbauer und Menschenfreund, der durch sein Wirken Werte vorlebte, wie sie in unserer Gesellschaft immer weniger zu finden sind: Zusammenhalt, Gemeinschaft und Hilfsbereitschaft sind nur einige davon.
 
Mit großer Wertschätzung und voller Dankbarkeit werden wir sein Andenken bewahren.
Die Katholische Kirchengemeinde St. Marien, Volkmarsen
 
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