MHK – Veranstaltungen vom 06.02. bis zum 12.02.2017 mit ausgewählten Informationen

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Mittwoch, 08.02.2017 / 12.30–13 Uhr
Ein Grabstein aus Großenritte und andere Zeugnisse des frühen Christentums aus Nordhessen

Kunstpause im Hessischen Landesmuseum

Brüder-Grimm-Platz 5

34117 Kassel

Mit Dr. Irina Görner

Kosten 2 Euro

Manchmal braucht es etwas Zeit, bis ein Fundstück gedeutet werden kann – so auch bei einem verzierten Sandsteinblock aus Großenritte: 1970 gefunden, 1995 ins Museum gelangt, erfuhr der Stein erst 2001 eine überraschende Zuweisung. Vermutlich handelt es sich um einen frühchristlichen Grabstein. Zusammen mit anderen frühen Zeugnissen des Christentums in Nordhessen ist er Thema der Kunstpause mit Dr. Irina Görner im Hessischen Landesmuseum.

 

Bild: MHK_Grabstein aus Großenritte_VF10192

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Mittwoch, 08.02.2017 / 18–18.30 Uhr
Tischlein deck dich! Niederländische Stillleben in der Gemäldegalerie Alte Meister

Abendgeschichte im Schloss Wilhelmshöhe

Schlosspark 1

34131 Kassel

Mit Gesa Wieczorek

Führung inkl. Eintritt 6/4 Euro

In den Niederlanden des 17. Jahrhunderts boomte der Markt der Stilllebenmalerei. Die häufig kleinformatigen Gemälde mit »unbewegten« Motiven eroberten nicht nur die Häuser des erstarkten niederländischen Bürgertums, sondern auch die europäischen Höfe. Wie kam es zu dem großen Interesse an Szenen gedeckter Tische, prächtiger Blumensträuße oder prall gefüllter Obstkörbe?

Anhand verschiedener Beispiele niederländischer Meister, werden wir dieser Frage auf den Grund gehen und uns dabei mit dem Verhältnis von Kunst und Natur beschäftigen.

 

Bild: MHK_Abraham Mignon_Früchtestillleben mit Eichhörnchen und Distelfink_Ende der 1660er bis Anfang der 1670er Jahre_Foto Ute Brunzel_GAM10135

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Donnerstag, 09.02.2017 / 18–19 Uhr
Plakatgestaltung im Wandel – Von der »Vorcomputerzeit« bis heute

Schöne Aussicht 1

34117 Kassel

Mit Frieder Grindler, Grafikdesigner, und Dr. Christiane Lukatis, MHK

In Kooperation mit dem Evangelischen Forum Kassel
Eintritt: 6/4 Euro

 

Die provokanten Plakate von Frieder Grindler für das Zimmertheater Tübingen erregten in den 1960er Jahren große Aufmerksamkeit. Mehrfach drohten Grindler Prozesse wegen der Erregung öffentlichen Ärgernisses. Mit dem Mittel der Fotomontage schuf er surreale Inszenierungen.

 

Die Vorlagen für seine frühen Theaterplakate collagierte Grindler in aufwendiger Handarbeit. Im Gespräch mit der Kuratorin der Ausstellung erläutert Grindler die aufwendigen Entwurfsverfahren und Vorarbeiten zu seinen Plakaten aus der »Vorcomputerzeit«.

 

Bilder: MHK_Frieder Grindler_Seid nett zu Mr. Sloane von Joe Orton_Tübinger Zimmertheater_1968_Offsetdruck_Graphische Sammlung_G45656

MHK_Frieder Grindler_Kaspar von Peter Handke_Tübinger Zimmertheater_1968_Siebdruck_Graphische Sammlung_G45732

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Donnerstag, 09.02.2017 / 19–20 Uhr
Nachhaltigkeit von Vegetation und Pflege

Vortrag im Evangelischen Forum, Lutherplatz

Lutherplatz 11

34117 Kassel

Mit Prof. Dr. Stefan Körner (Universität Kassel)

Eintritt frei

 

In einem Landschaftspark sind die Gehölze und die Wiesen von herausragender Bedeutung für die Raumbildung und die Blickbeziehungen. Durch den ständigen Zuwachs der Gehölze und die innere Dynamik der Wiesen entstehen deshalb zentrale zu lösende Probleme für die Gartendenkmalpflege. Mit Blick auf positive und kritische Beispiele aus dem Bergpark sowie einem Seitenblick u. a. auf Schwetzingen werden Empfehlungen zur Kontrolle der Entwicklung der Gehölzränder sowie zur zielgerichteten Unterhaltung der Wiesen und der Gewässerränder ausgesprochen.

 

Bild: MHK_Große Kaskaden_UNESCO-Welterbe Bergpark Wilhelmshöhe_ma11682

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Sonntag, 12.02.2017 / 10.15–13.15 Uhr
»Biedermann und Bummelmeier«

Kunstfrühstück in der Neuen Galerie

Schöne Aussicht 1

34117 Kassel

Mit Dr. Karin Mayer-Pasinski

Kosten: 20 Euro

Anmeldung: 0561 316 80-400

Die Kasseler Biedermeiermalerei ist im Vergleich zum Münchener und Wiener Biedermeier eher unbekannt. In der Neuen Galerie gibt es aber eine beeindruckende Sammlung, von der ein Teil zu sehen ist. Der zentrale Kasseler Biedermeiermaler August von der Embde ist mit einigen Werken vertreten, sodass man sich diese Epoche gut vergegenwärtigen kann.

 

Bild: MHK_August von der Embde_Porträt der Familie von Ditfurth_1829_Neue Galerie_Foto Ute Brunzel_m20797

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Sonntag, 12.02.2017 / 14–15 Uhr
Die Geschichte des Mittelflügels von Schloss Wilhelmshöhe. Ein historischer Spaziergang durch verlorene Schlossräume

Führung im Weißensteinflügel

Schlosspark 1

34131 Kassel

Mit Yannick Schwarz

Eintritt: 4/3 Euro zzgl. Führungsgebühr 3 Euro

Vor über 200 Jahren besuchte der Hamburger Jurist Ferdinand Benekedas Schloss Wilhelmshöhe.

 

»Wir durchwandelten eine Menge von Sählen, Zimmern, Boudoirs, u. wie dergl. noch sonst heißen mag. Eine königl. Pracht herrscht überall neben dem raffinirtesten Geschmack. Aber ich war hier der rollende Stein dem kein Moos haftet. Im Grunde hab ich das Alles bloß angesehen, aber nicht eigentlich gesehen.«

 

Nach der Zerstörung des Mittelflügels im letzten Krieg ist es schwer das strenge Urteil des nüchternen Hanseaten zu überprüfen.

Bei einem Spaziergang durch die Gemäldegalerie werden, die Grundrisse und die Funktion des einst prachtvoll ausgestatteten Mittelflügels wieder begreifbar gemacht. Wo heute antike Scherben in den Vitrinen liegen, verstauchte Landgraf Wilhelm sich den Fuss auf der Baustelle und anstatt flämischer Maler ließ sich die letzte deutsche Kaiserin ein Dachfenster für ihr Wasserklosett einbauen. Anschließend erfolgt eine Spurensuche im Weißensteinflügel, denn ein Großteil des historischen Inventars hat den Krieg unbeschadet überdauert.

 

Bild: MHK_Ansicht des Audienzzimmers im Erdgeschoss des Corps de Logis von Schloss Wilhelmshöhe

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