Was sich alles ab diesem Jahr ändert.

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Es gibt in diesem Jahr einige wichtige Änderungen, die man wissen sollte.

Wir haben mal die Änderungen in ein Farbsystem übernommen.

GRÜN = Positiv für die Endverbraucher

ROT= Negativ

BLAU= Neutral

 

Wenn man also durchzählt, stellt man fest, dass, GRÜN überwiegt. Erstaunlicherweise.

 

Altersvorsorge:

Mit Wirkung des heutigen Tages steigt die Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung auf 6350 Euro (West) und 5700 Euro (Ost).

Das bedeutet, bis zu dieser Einkommensgrenze müssen die Arbeitnehmer im nächsten Jahr Beiträge zur Rentenversicherung bezahlen.

Fünfziger-Schein:

Am 4. April kommt der neue Fünfzig-Euro-Schein in Umlauf.

Am 5. Juli 2016 wurde die neue 50-€-Banknote bei der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main der Öffentlichkeit vorgestellt.

Mit dem neuen 50-€-Schein wird nach den bereits ausgegebenen 5-€-, 10-€- und 20-€-Scheinen die vierte Stückelung der Europa-Serie eingeführt.

Die neue 50-€-Banknote wird den Planungen zufolge im Frühjahr 2017 in Umlauf gebracht.

Garantiezins:

Schlechte Nachricht, wer ab heute einen Vertrag über eine Lebensversicherung abschließt, muss nochmals einen geringeren Garantiezins bei Lebensversicherungen hinnehmen.

Dieser sinkt von derzeit 1,25 auf 0,9 Prozent.

Der neue Garantiezins gilt auch für neu abgeschlossene Riester- und Rürup-Policen, in der betrieblichen Altersvorsorge bei Direktversicherungen und bei einigen Pensionskassenverträgen.

Gute Nachricht: Für Bestandskunden ändert sich nichts.

Neurentner:

Wer 2017 in Rente geht, muss 74 Prozent seiner Rente versteuern. Bisher lag der steuerpflichtige Anteil bei 72 Prozent.

Für Bestandsrentner ändert sich der einmal festgesetzte steuerfreie Rentenanteil nicht.

 

Gesetzesänderungen 2017 bei der Steuer

Lebensversicherungen:

Wer in diesem Jahr eine Vorabzahlung aus seiner Lebensversicherung wünscht, unterliegt den neuen Steuerregelungen.

Sie müssen nun die Differenz zwischen Versicherungsleistung und eingezahlten Beiträgen zur Hälfte mit ihrem individuellen Tarif versteuern.  Dies gilt aber nur, wenn sie bereits über 60 sind und der Vertrag mindestens 12 Jahre besteht. Auszahlungen von Versicherungen, die älter als 12 Jahre sind (also vor 2005)  bleiben weiterhin steuerfrei.

Grundfreibetrag:

Ab dem 1. Januar steigt das vom Fiskus unangetastete Existenzminimum.

Der Grundfreibetrag für Ledige steigt um 168 Euro auf 8820 Euro. Verheirateten stehen dann 17640 Euro zu. Das bedeutet: Es werden erst Steuern vom Einkommen abgezogen, wenn es oberhalb dieses Betrags liegt. Auch der Kinderfreibetrag soll 2017 angehoben werden auf 4716 Euro.

 

Vorsorgeaufwendungen:

Der absetzbare Betrag steigt von 82 auf 84 Prozent.

Zu den absetzbaren Kosten gehören zum Beispiel die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung oder zu den berufsständischen Versorgungswerken.

Für die Berücksichtigung der Sonderausgaben gilt ab dem 1. Januar ein Höchstbetrag von 23362 Euro. Alleinstehende können 19625 Euro steuerlich geltend machen.

Unterhalt:

Unterhalt = außergewöhnliche Belastung.

2017 sind maximal 8820 Euro abziehbar – 168 Euro mehr als bisher.

Der Empfänger des Unterhaltes darf jedoch nicht über ein nennenswertes eigenes Vermögen oder Einkommen verfügen. Seine Steuer-Identifikationsnummer muss er angeben.

Werden Kinder unterstützt, ist eine steuerliche Berücksichtigung nur möglich, wenn man für sie kein Kindergeld beziehungsweise keinen Kinderfreibetrag erhält.

Dies bedeutet, dass der Schlaufuchs keine Steuerschlupflöcher – durch eine nicht notwendige Unterhaltszahlung findet.

Minijob:

Für Minijobber gibt’s nun mehr für weniger oder andersherum gesagt, die 450 €Grenze bleibt, allerdings ist der Verdienst höher. Damit reduziere ich faktisch meine Arbeitszeit.

Faustregel: 50 Stunden und 54 Minuten im Monat =  0,0 € Sozialabgaben

Mindestlohn:

Der gesetzliche Mindestlohn steigt ab heute um 34 Cent auf brutto 8,84 Euro pro Stunde.

Diese Grenze gilt für alle, bis auf die Ausnahme von Langzeitarbeitslosen in den ersten sechs Monaten nach Wiederaufnahme einer Arbeit.

 

Straßenverkehr:

30er-Zonen:

Es wird nun leichter für die Gemeinden innerhalb geschlossener Ortschaften eine Reduzierung auf 30 km/h durchzusetzen, wenn es sich zum Beispiel um einen Unfallschwerpunkt handelt.

Auf Hauptverkehrsstraßen hingegen waren die Hürden für eine Absenkung auf Tempo 30 bislang sehr hoch.

Nun kommen also vermehrt 30er-Zonen vor Schulen, Kindergärten oder Altenheimen auch wenn diese an Hauptstraßen liegen.

Fahrradfahrer:

Bislang galten für Radler die Fußgängerampeln, wenn an Ampelkreuzungen keine eigenen Lichtzeichen für Radler vorhanden waren.

Ab 2017 gilt: „Wer ein Rad fährt, hat die Lichtzeichen für den Fahrverkehr zu beachten.“ Auf Radwegen gelten die besonderen Lichtzeichen für den Radverkehr.

Rettungsgasse:

Auf Autobahnen sowie außerorts auf Straßen mit mindestens zwei Streifen pro Richtung gilt ab heute:

Sobald Schrittgeschwindigkeit gefahren wird oder es Stillstand gibt, müssen sie eine Rettungsgasse zwischen der äußersten linken Spur und der unmittelbar rechts daneben bilden.

Bei drei oder vier Spuren fahren also die Autos auf dem linken Streifen nach links und alle anderen nach rechts.

Bisher sollte etwa bei vier Spuren die Gasse in der Mitte gebildet werden.

Allerdings hat es bislang auch niemals geklappt.

Gesundheit und Verbraucherschutz

E-Zigaretten:

Nutzer von E-Zigaretten und Liquids werden der Verbraucherzentrale Bayern zufolge ab dem 20. Mai nur noch Produkte kaufen können, die den Vorgaben der Tabakproduktrichtlinie der EU entsprechen.

So soll es etwa Flüssigkeiten für E-Zigaretten nur noch als Liquideinheiten mit zehn Millilitern geben.

Auch die Nikotin-Dosierung wird demnach eingedampft: Hier sind nur noch maximal 20 Milligramm pro Milliliter erlaubt.

Daneben werden bestimmte Zusätze wie Vitamine, die suggerieren, dass die E-Zigarette einen gesundheitlichen Nutzen habe, untersagt.

 

Online-Sprechstunde:

Krankenkassen übernehmen in Zukunft auch die Kosten einer Video-Sprechstunde. (Ähem was ist das denn?)

Ab dem 1. Juli wird der Online-Termin beim Arzt Teil der vertragsärztlichen Regelversorgung.

Insbesondere in ländlichen Gebieten soll die Video-Sprechstunde weite Wege ersparen und Versorgungslücken schließen.

(Wie bekomme ich dann meinen Puls gefühlt oder mache ich das nun auch selbst?)  Da kann ich ja in Zukunft auch im Urlaub zu meinem Hausarzt gehen ähem Kontakt aufnehmen.

Pflegereform:

Zum 1. Januar wird neu geregelt, wer in welchem Umfang als pflegebedürftig gilt.

Bislang galten nur Menschen mit überwiegend körperlichen Gebrechen als pflegebedürftig galten.

 Die neuen Vorgaben umfassen auch Hilfsbedürftige mit geistigen und psychischen Problemen.

An die Stelle von Pflegestufen treten Pflegegrade. Die neuen Bescheide dürften sie als Betroffene aber bereits erhalten haben.

Cannabis:

Schwerstkranke, deren Leiden nicht anders gemildert werden kann, sollen ab dem Frühjahr Cannabis auf Rezept bekommen.

Allerdings wird zunächst die Bedingung daran geknüpft, dass die Patienten an einer klinischen Studie teilnehmen die mehr Erkenntnisse über die Wirkung von Cannabis bringen soll.

Man fragt sich zwangsläufig, warum etwas eingeführt werden, zu dem noch keine gesicherten Erkenntnisse vorliegen.

 

 

Roaming:

Die Aufschläge für das Telefonieren und Surfen im EU-Ausland werden abgeschafft. Ab dem 15. Juli sollen sie endgültig wegfallen.

Rundfunkbeitrag:

 Wer bislang noch keinen Antrag auf Befreiung oder Ermäßigung gestellt hat, kann dies nach Angaben ab diesem Jahr rückwirkend für drei Jahre tun. Klar ist dabei, dass die Vorraussetzungen auch für alle drei Jahre vorliegen müssen.

Stromerzeuger:

Bislang werden für jede selbst verbrauchte Kilowattstunde 35 Prozent der EEG-Umlage fällig.

Ab dem 1. Januar sind es 40 Prozent.

Wer eine Anlage besitzt, deren Leistung weniger als zehn Kilowatt beträgt, ist aber für die ersten selbst genutzten 10000 Kilowattstunden weiterhin von der Umlage befreit.

Da zeigt sich wie sehr man die Energiewende doch will und fördert. Der einzige der also mehr daran verdient ist der Fiskus.

Alter:

Eine schlechte Nachricht für alle von uns: Jeder hat dieses Jahr ausnahmslos Geburtstag und wird damit zwangsläufig ein Jahr älter.

 

 

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