einzigART fördert Restaurierung im Landesmuseum

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mhk_albrecht-biller_grosse-vase-mit-einem-putto_um-1700_k80801Die »Große Vase mit einem Putto, der zwei Hippokampen führt« ist mittlerweile in der »Schatzkammer der Geschichte«, der zweiten Ebene des neuen Hessischen Landesmuseum zu bewundern. Dass sie heute ausgestellt werden kann, ist vor allem der finanziellen Unterstützung von einzigART – den jungen Freunden des Museumsvereins Kassel e.V. zu verdanken. Der Verein hat sich in der Vorbereitung der Ausstellung dafür eingesetzt, dass die Vase restauriert werden konnte.

 

Die Prunkvase ist das prachtvolle Mittelstück eines siebenteiligen Prunkvasenensembles. Diese dienten einst als Kaminaufsätze. In eleganten Schlossräumen mit architektonisch gefassten Feuerstellen waren sie Blickfang und kostbare Raumdekoration, hatten aber auch einen praktischen Nutzen. So waren in zwei der sieben Kasseler Vasen einst Einsätze für Räucherwerk vorhanden. Die Vasen konnten somit auch Raumduft verströmen.

Während der Restaurierung sind die Silber- und Goldoberflächen der Prunkvase gereinigt und wieder auf Hochglanz gebracht worden. Dabei wurde das Gefäß komplett auseinander genommen, so konnte die leicht aus der Achse geratene Montagestange wieder aufgerichtet und die Vase damit stabilisiert werden.

Vermutlich verdankt das Ensemble seine Erhaltung den damaligen Eigentumsverhältnissen. Die Vasen gehörten Maria Amalia Herzogin von Sachsen-Zeitz (1670–1739), der Schwiegermutter Landgraf Wilhelms VIII. (1682–1760). Die Landgrafen hatten somit keinen Zugriff auf diesen Schatz. Erst als großmütterliches Erbe gelangte er in den Besitz von Landgraf Friedrich II. (1720–1785). Friedrich überführte die Prunkvasen 1763 ins sog. Kunsthaus (heute Naturkundemuseum), und ab diesem Zeitpunkt waren sie, mit wenigen Unterbrechungen, dauerhaft „für das Publicum“ zu sehen.

 

 Quelle mhk

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