Milchmädchen erhält nun mehr Geld

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https://www.flickr.com/photos/mecklenburg/
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Es dürfte nun mittlerweile jedem und jeder bekannt geworden sein:

Milchbauer zu sein, rentiert sich nicht.

Zuletzt gab es einen schier nicht mehr fallenden Preisverfall bei der Milch. Um bei weiter steigenden Kosten trotzdem mithalten zu können, fielen eben die Preise.

Seit heute ist das anders:  Die Bundesregierung hat ein Milchpaket beschlossen.

Zehn Cent mehr für einen Liter H-Milch dürften Käufer seit heute im Supermarkt zahlen.

Seit 2014 war das Problem bereits bekannt: Die sogenannten EU Milchquoten liefen aus. Die Landwirte konnten nun soviel auf den Markt bringen wie sie produzierten. Natürlich wurde der Markt überschwemmt. Die Anbieter unterboten sich und die Preise fielen rapide ab. Demos nach Brüssel waren die Folge und viele existenzielle Krisen.

600.000.000 € will sich nun der Bund das ganze kosten lassen. Die Mindereinahmen sollen damit gestützt werden, denn es gab zuletzt massive Produktionsrückgänge.

Nun also steigen die Preise wieder.

Die Beteiligten und insbesondere der Endverbraucher muss umdenken.

Nicht dass wir nun mehr zahlen damit die Bauern reicher werden – sondern wir zahlen mehr um überhaupt noch Milch zu bekommen, denn wenn es nicht rentabel ist, wird es keiner mehr machen.

So einfach ist das und ist gar keine Milchmädchenrechnung.

Prost mit einem Schluck guter Milch.

 

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